Ihre Steelberater in Sachen Produktionskontrolle: Die Referenten der TÜV AUSTRIA Akademie

DI Alexander Mastnak und DI Erich Fössleitner sind Referenten der Ausbildung zum/r zertifizierten Leiter/in der werkseigenen Produktionskontrolle. Im Interview erzählen sie, was den Job ausmacht und wie abwechslungsreich er ist.


Leiter/innen der werkseigenen Produktionskontrolle haben einen verantwortungsvollen Posten. Warum?

Ein Beispiel dazu: Ein Hersteller produziert Stahltragwerke. Der/Die Leiter/in der werkseigenen Produktionskontrolle ist in den gesamten Produktionsablauf einbezogen und hat den Überblick über den gesamten Produktentstehungsprozess. Er/Sie trägt die Verantwortung abteilungsübergreifend über den gesamten Herstellungs- und Dokumentationsprozess, taucht also auch ein in die Planung, den Vertrieb, den Einkauf, die Fertigung, die Qualitätskontrolle oder die Auslieferung. Die Arbeit ist also zwar herausfordernd, aber aufgrund der Abwechslung auch sehr spannend. Die Teilnehmer/innen beschäftigen sich mit vielen, ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten der Produktion.

Am wichtigsten ist aber: Leiter/innen der werkseigenen Produktionskontrolle stellen sicher, dass das Produkt eine CE-Kennzeichnung bekommt - die ist gemäß Bauprodukteverordnung gesetzlich verpflichtet. Für die CE-Kennzeichnung braucht es wiederum verschiedene Nachweisdokumente, die die normkonforme Herstellung mit der Produktnorm belegen, beispielsweise Schweißerzertifikate oder Materialatteste. Für die Nachweisdokumente und die Leistungserklärung sind ebenfalls die Leiter/innen der werkseigenen Produktionskontrolle zuständig.
 

Sie beide sind Referenten für die Ausbildung in der TÜV AUSTRIA Akademie. Worum geht es in dem Kurs?

Im Kurs lernen die Teilnehmer/innen, wie sie die Normforderungen in der Praxis umsetzen können. Sie bekommen dazu Musterdokumente, welche sie im Betrieb direkt anwenden können.

Der Kurs ist in 8 Module aufgeteilt. Eines davon beschäftigt sich beispielsweise mit den Anforderungen zum Schweißen von Stahltragwerken, ein anderes mit dem Korrosionsschutz von Stahltragwerken, ein weiteres Modul erweitert das Wissen zu Rohmaterialien, die durch den Stahlbauer weiterverarbeitet werden. Die Leiter/innen der werkseigenen Produktionskontrolle müssen nicht in allen Fachgebieten Spezialisten sein, aber sie müssen einen Überblick haben über die Nachweisdokumente, welche die Konformität mit der Norm belegen. Technisches Grundverständnis im jeweiligen Fachgebiet ist also nötig.
 

Was ist das Ziel – warum sollten Leiter/innen der werkseigenen Produktionskontrolle die Ausbildung absolvieren?

Die Absolvent/innen dieser Ausbildung von der jahrelangen Erfahrung, die unsere Vortragenden als TÜV AUSTRIA Auditoren, Betriebsprüfer und Zertifizierungsbeauftragte mitbringen. Diese trainieren die Teilnehmer/innen des Kurses auf die gesetzeskonforme Inverkehrbringung von Tragwerken. Nach dem Kurs können die Absolvent/innen ein System einrichten, um den Produktionsablauf im Blick zu behalten. Sie haben Einblicke in die jeweiligen Fachbereiche, sind mit der Dokumentation vertraut und können das Gelernte auch praktisch in ihrem Betrieb umsetzen. Außerdem weist ein Personenzertifikat die Qualifikation nach.
 

Aus welchen Branchen / Berufsgruppen melden sich üblicherweise die Teilnehmer/innen für den Kurs an?

Wir hatten mehrheitlich Schweißaufsichtspersonen, Qualitätsmanager/innen sowie technische Leiter/innen in den Kursen. Prinzipiell richtet sich die Ausbildung aber an alle Personen, die die Verantwortung für die werkseigene Produktionskontrolle in ihrem Unternehmen übernommen haben.
 

Danke für's Gespräch.

Kontakt

T: +43 (0)5 0454-8000
E: akademie@tuv.at

TÜV AUSTRIA-Platz 1
2345 Brunn am Gebirge

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