Blockchains: Mehr als nur ein Hype?

Das war das Top-Thema am TÜV AUSTRIA Symposium IT- und Datensicherheit. Fakt ist: Blockchains können mehr als Bitcoins.

Blockchains können mehr als Bitcoins erzeugen: Die Anwendungsgebiete sind vielfältig, die Chancen vielversprechend. Aber wie zukunftssicher sind sie? Das zeigte die Online-Tagung im April.

Das Entstehen von Kryptowährungen ist eng mit der Blockchain-Technologie verbunden. Diese ermöglicht es, jegliche Art von Information in einer öffentlich einsehbaren Datenbank zu speichern, zu verarbeiten, zu verwalten und zu teilen. Neu ist die Blockchain-Technologie übrigens nicht, der wissenschaftliche Diskurs reicht bis in eine Zeit zurück, in der das Internet, so wie wir es heute kennen, noch gar nicht existierte. Was ist dran?

In der Vergangenheit wurde die Blockchain-Technologie bereits als großer „Game Changer“ in vielen Wirtschaftsbereichen bezeichnet. Durch den starken preislichen Anstieg von Bitcoin in den letzten Monaten erfuhr diese Technologie erneut einen medialen Aufschwung. Im Blockchain-Sektor entstanden viele innovative Geschäftsmodelle und zukunftsweisende Lösungen.

Passend zum aktuellen Tagesgeschehen lieferte der Blockchain-Experte, Mag. Lukas Leys, MSc von kontractory/Validvent, spannende Einblicke abseits von Bitcoin & Co. „Smart Contracts“ liegen auf Blockchains und bieten ein breites Anwendungsspektrum. Dabei darf man sich von den Begriffen „Smart“ und „Contract“ nicht beirren lassen. Als selbstauslösende Scripte, die eigenständig Bedingungen prüfen und Aktionen ausüben, haben sie hohes wirtschaftliches Potential: Von parametrischen Versicherungen über Supply Chain Management bis hin zu dezentral organisierten Finanzdienstleistungen. Im Versicherungsfall wird die Zahlung automatisch ausgelöst und bedarf keiner aufwendigen manuellen Prüfung durch einen Versicherungsfachmann. Weitere Vorteile: Smart Contracts sind transparent und deterministisch, eine bestimmte Aktion hat also immer dasselbe Ergebnis. Vergleichbar mit einem Automaten, der nach der Wenn-Dann-Logik funktioniert. 

Zu den neuesten Entwicklungen zählen die „Hybrid Smart Contracts“, die durch die Verbindung zu dezentralen Orakelnetzwerken (DONs) gegenüber herkömmlichen Smart Contracts völlig neue Möglichkeiten offerieren. Der Blick in die Zukunft? Vielversprechend und risikobehaftet zugleich. Denkbar ist z. B. der Einsatz selbstauslösender, sicherer Smart Contracts in diversen Wirtschaftsbereichen.
 

Auch auf der digitalen Agenda standen:
Künstliche Intelligenz und Datenschutz, (Jona Boeddinghaus, GradientO), Cookies und andere Trackingmechanismen (Christof Tschohl, Research institute), das NIS-Gesetz (Manuel Siebenhandl, TÜV TRUST IT), OT-Security (Mario Vukovic, OMV Downstream), die Kunst der Effizienz (Christiane Rinke, Fiatwise) sowie ein Firesidechat rund um die industrielle Cybersecurity (Michael Zeger, Stephan Gerling, Kaspersky Labs).

Kontakt

T: +43 (0)5 0454-8000
E: akademie@tuv.at

TÜV AUSTRIA-Platz 1
2345 Brunn am Gebirge

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