Menschen, Maschinen, Missverständnisse: Warum Sicherheit mehr braucht als perfekte Technologie

Erstellt von TÜV AUSTRIA Akademie |

Was passiert eigentlich, wenn ein hochautomatisiertes System genau dann versagt, wenn es am dringendsten gebraucht wird?

Und warum sind es oft Menschen, die in kritischen Momenten eingreifen sollen, obwohl ihnen die notwendige Routine durch die Automatisierung längst abhandengekommen ist? Genau diesen Fragen widmet sich Dr. Lea Sophie Trampitsch-Vink (JustMinds Institute) in ihrer Keynote beim SafeSec Day des TÜV AUSTRIA in Kooperation mit msg Plaut Austria.

Jahrzehntelang versuchten Safety- und Security-Ansätze, menschliche Fehler durch Automatisierung, Regeln und Prozesse zu verhindern. Doch ausgerechnet in den entscheidenden Momenten sind es nach wie vor Menschen, die fehlerhafte Automatisierungen erkennen und Systeme wieder unter Kontrolle bringen müssen. Basierend auf Erkenntnissen aus der Luftfahrt, kognitiver Wissenschaft und der zunehmenden Integration von Künstlicher Intelligenz verdeutlicht die Vortragende, warum menschliche Leistungsfähigkeit nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern als Teil eines gesamten sozio-technischen Systems. Mit dem „Human Performance Case“ stellt sie einen Ansatz vor, der den klassischen Safety- und Security-Nachweis ergänzt und zeigt, wie Systeme gestaltet werden können, in denen Menschen erfolgreich handeln können, anstatt Fehler vermeiden zu müssen.

SafeSec Day 2026 
Der SafeSec Day bietet nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch die Möglichkeit zum intensiven Austausch mit führenden Expert:innen und Kolleg:innen aus der Branche. Die TÜV AUSTRIA Akademie in Kooperation mit der msg Plaut Austria GmbH setzt damit ein starkes Zeichen für die Zukunft von Safety & Security in einer zunehmend automatisierten, vernetzten und KI-geprägten Welt.

Das Programm bietet spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen: Mario Curvelo Carvalho (Cybershell Technologies) beleuchtet mit seinem Vortrag „Die fehlende Schicht der Humanoid-Sicherheit“, warum physische Systemgrenzen die Grundlage für eine sichere industrielle Skalierung bilden. Walter Sebron (msg Plaut Austria GmbH) zeigt anhand der System Theoretic Process Analysis (STPA), wie komplexe Zusammenhänge verstanden und schützenswerte Werte identifiziert werden können. Lejla Sarcevic (TÜV TRUST IT, TÜV AUSTRIA GmbH) erläutert die Auswirkungen des Cyber Resilience Act auf die Produktsicherheit und Bernhard Brenner (Certified Security Operations Center GmbH) präsentiert mit SIREN einen innovativen Ansatz zur KI-basierten Angriffserkennung in OT-Netzwerken. 
 

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