Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die aktuellen Anforderungen und Entwicklungen rund um digitale Barrierefreiheit sowie die aktuelle Bestandsaufnahme des Sozialministeriumservice als zentrale Anlauf- und Kontrollstelle für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Mag. Nikolaus Eckereder (Sozialministeriumservice) informierte hier über rechtliche Rahmenbedingungen, Marktüberwachung und Ausnahmen. Wichtige Praxisimpulse zur digitalen Barrierefreiheit lieferte Werner Rosenberger, MSc von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen. Er verdeutlichte, dass digitale Barrierefreiheit nicht nur Menschen mit Behinderungen zugutekommt, sondern für eine breite Zielgruppe Mehrwert schafft. Barrierefreie Websites und digitale Anwendungen verbessern die User Experience, stärken die Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Systemen und tragen zu einer nachhaltigeren technischen Qualität bei. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass digitale Barrierefreiheit häufig noch zu wenig wahrgenommen wird. Technische Anforderungen, laufende Weiterentwicklungen digitaler Angebote und unterschiedliche Perspektiven von IT, Marketing und Unternehmensverantwortlichen machen eine konsequente Umsetzung oft herausfordernd. Umso wichtiger ist es, Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal und strategischen Erfolgsfaktor zu verstehen.
Auch darüber hinaus bot der Tag der Barrierefreiheitsbeauftragten der TÜV AUSTRIA Akademie ein vielseitiges Programm rund um aktuelle Fragestellungen der Barrierefreiheit und vereinte unterschiedliche fachliche Perspektiven: Andreas Gruber, MSc. MSc. (Technischer Berater für KI-Sicherheit) zeigte auf, wie Künstliche Intelligenz zur Förderung von Inklusion beitragen kann und welche Anforderungen dabei zu berücksichtigen sind. Nico Horn (Videbis) präsentierte Arbeitsmittel für barrierefreies Arbeiten am Beispiel des Sehens. In den Workshops standen die praktische Umsetzung von Barrierefreiheit in Gebäuden (Bmstr. Dipl.-Ing. Andreas Kloiber, TÜV AUSTRIA GMBH), barrierefrei gedachte Alarm- und Notfallpläne (Aleksandra Bubnjevic-Teufelsbauer, TÜV AUSTRIA GMBH) sowie die Bedeutung von Barrierefreiheitskonzepten als Bestandteil eines nachhaltigen Business Case im Fokus (Ing. Michael Roth, TÜV AUSTRIA GMBH). Abgerundet wurde das Programm durch DSA Valerie Clarke, MSM (ÖZIV), die rechtliche und praktische Aspekte der Barrierefreiheit aus Sicht der Interessenvertretung beleuchtete.
Über den Tag der Barrierefreiheitsbeauftragten
Der Tag der Barrierefreiheitsbeauftragten 2026 bot ein praxisnahes und interdisziplinäres Fachprogramm für Barrierefreiheitsbeauftragte, Entscheidungsträger:innen und Verantwortliche aus Unternehmen und Organisationen. Im Fokus stand die Unterstützung betrieblich Verantwortlicher bei der bestmöglichen, effektiven und effizienten Koordination von Barrierefreiheitsvorgaben gegenüber Mitarbeiter:innen des Unternehmens sowie externen Dritten.












