Wirtschaftliche Sicherheit: Die neue Währung der Resilienz

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Lange galt wirtschaftliche Sicherheit als staatspolitisches Thema. Heute entscheidet sie darüber, ob Unternehmen produzieren, liefern und wachsen können. Angesichts geopolitischer Spannungen, zunehmender Cyberbedrohungen und fragiler Lieferketten wird Resilienz zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor – so der Tenor am Symposium Wirtschaftliche Sicherheit.

Wenn die Lieferkette zur Achillesferse wird
Die größte Gefahr für Unternehmen kommt oft nicht von innen, sondern von außen. Ein geopolitischer Konflikt, ein Cyberangriff auf kritische Infrastruktur oder der Ausfall eines wichtigen Zulieferers reicht aus, um Produktionsprozesse ins Stocken zu bringen und ganze Wertschöpfungsketten zu gefährden. Was lange als Ausnahme galt, gehört heute zur neuen Realität der Wirtschaft.

Wirtschaftliche Sicherheit beschreibt die Fähigkeit von Staaten und Unternehmen, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben. Es geht um die verlässliche Versorgung mit Energie, Rohstoffen und kritischen Gütern ebenso wie um den Schutz digitaler Systeme, logistischer Netzwerke und zentraler Infrastrukturen. Damit ist das Thema von den Sicherheitsbehörden in die Vorstandsetagen gewandert.

Resilienz wird zur Führungsaufgabe
Für Unternehmen bedeutet das einen grundlegenden Perspektivenwechsel. Wirtschaftliche Sicherheit ist kein Spezialthema für Krisenstäbe oder Compliance-Abteilungen mehr. Gefragt sind strategische Entscheidungen: Wo bestehen kritische Abhängigkeiten? Welche Risiken bedrohen Lieferketten? Wie widerstandsfähig sind Organisationen gegen Krisen, Ausfälle oder Angriffe?

Besonders betroffen sind Branchen, deren Leistungen für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft unverzichtbar sind. Energieversorger, Verkehrs- und Logistikunternehmen, Telekommunikationsanbieter, Lebensmittelwirtschaft, Finanzdienstleister sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen stehen dabei ebenso im Fokus wie Industrieunternehmen mit internationalen Lieferketten. Wer Risiken frühzeitig erkennt und Vorsorge trifft, verschafft sich nicht nur Sicherheit, sondern auch einen echten Wettbewerbsvorteil.

Über das Symposium Wirtschaftliche Sicherheit
Das Symposium Wirtschaftliche Sicherheit der TÜV AUSTRIA Akademie findet am 03.12.206 in Brunn am Gebirge statt. Die Expert:innen-Konferenz im Sinne des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus zeigt, wie sich Unternehmen auf neue Bedrohungslagen einstellen können und welche Strategien erforderlich sind, um Versorgungssicherheit und Resilienz nachhaltig zu stärken. Dabei geht es nicht um theoretische Szenarien, sondern um konkrete Herausforderungen, mit denen Organisationen bereits heute konfrontiert sind. Das Symposium versteht wirtschaftliche Sicherheit dabei ausdrücklich nicht als politischen Begriff, sondern als strategische Managementaufgabe für Organisationen aller Größen und Branchen.

Zu den Vortragenden zählen Dr. Peter Vorhofer, Nationaler Sicherheitsberater der österreichischen Bundesregierung, ObstdG Mag. (FH) Matthias Wasinger, MOS PhD vom Österreichischen Bundesheer, Jessika Bohr von der European Commission, Directorate-General for European Civil Protection and Humanitarian Aid Operations (ECHO), Colonel Tero Savonen, Defence Attaché von Finnland für Österreich, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina, MinR Ing. Georg Manlik, MA und Mag. Georg Konetzky vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Priv.-Doz. Dr. Bernhard Müller von PwC Legal Rechtsanwälte GmbH, Ing. Mag. Dr. Sylvia Mayer von der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Dr. Barbara Schmidt von Österreichs E-Wirtschaft, Dipl.-Ing. Armin Richter von Rösselsprung Strategiemanagement e.U. und dem Milizverband Österreich, Dipl.-Ing. Stefan Szith von der REWE Group sowie Mag. (FH) Christian Bayer, Geschäftsführer der TÜV AUSTRIA AKADEMIE GMBH.

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