Aufzüge gehören zu den verlässlichsten Bestandteilen moderner Gebäude. Gerade deshalb werden ihre Sicherheitskonzepte oft erst sichtbar, wenn der Normalbetrieb endet: bei Stromausfall, technischer Störung, einem Sicherheitsvorfall oder einer Evakuierung. Dann entscheidet nicht nur die einzelne Komponente, sondern das Zusammenspiel aus Technik, Zuständigkeiten und vorbereiteten Abläufen.
Alarm an – und jetzt? Für Verantwortliche stellt sich die praktische Frage, ob Kommunikationswege, Alarmierung und technische Vorkehrungen auch im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Der Expertentag ordnete diese Anforderungen ein und machte deutlich, warum Notfallvorsorge nicht als Zusatz, sondern als Teil eines sicheren und rechtskonformen Betriebs verstanden werden muss.
Wer holt mich raus? Ob Stromausfall, technische Störung oder Notfallsituation: Menschen müssen sicher aus Gefahrenbereichen gebracht und Risiken so weit wie möglich reduziert werden. Für Unternehmen und Gebäudeverantwortliche bedeutet das, technische Möglichkeiten realistisch einzuschätzen, Schnittstellen zu organisatorischen Maßnahmen zu klären und Abläufe regelmäßig auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen.
Im Cyberspace Mit der Digitalisierung kommt eine zweite Risikodimension hinzu. Moderne Aufzüge kommunizieren mit Gebäudemanagementsystemen, ermöglichen Fernüberwachung und liefern Betriebsdaten. Diese Vernetzung schafft Vorteile, eröffnet aber zugleich neue Angriffsflächen. Unter dem Blickwinkel „Vernetzt, aber sicher?“ ging es darum, Cyberrisiken frühzeitig mitzudenken und digitale Innovation mit den Anforderungen an Betriebs- und Informationssicherheit in Einklang zu bringen.
Über den TÜV AUSTRIA Aufzugstag Der Aufzugstag versteht sich als Plattform für den fachlichen Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Aufzugsunternehmen, Immobilienwirtschaft sowie öffentlichen und privaten Institutionen. Die Veranstaltung fand am 5. November 2026 in der Burg Perchtoldsdorf statt.
Neben den Schwerpunkten Notfallsysteme, Cyberrisiken und Evakuierung befasste sich der Expertentag mit der ÖNORM EN ISO 8100 und ihrer praktischen Anwendung. Ein weiterer Programmpunkt beleuchtete unter dem Titel „Neu ist nicht gleich fertig“ typische Stolpersteine bei Planung, Umsetzung und Inbetriebnahme neuer Anlagen. Zudem wurden die Qualität und Aussagekraft wiederkehrender Prüfungen sowie deren Beitrag zu einem dauerhaft sicheren Betrieb eingeordnet.




















