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TÜV AUSTRIA Brandschutztag 2017: Präventivschlag gegen Feuergefahren

Ein brandheißer Expertentag mit Werner Gruber

Der vorbeugende Brandschutz ist das Schwert der Feuerwehr. Wie die Experten Brandrisiken minimieren, erfuhren über 450 Teilnehmer/innen am Brandschutztag der TÜV AUSTRIA Akademie.

TÜV AUSTRIA AKADEMIE

 

Brandschutzbeauftragte bereiten den Weg, damit die Feuerwehr effizient arbeiten kann. Brandschutzbeauftragte verhindern aber auch, dass die Feuerwehr überhaupt ausrücken muss – im Unternehmen sind sie die Schwertspitze des vorbeugenden Brandschutzes. Brandgefahren lauern in Betrieben überall und manchmal dort, wo man sie am wenigsten vermutet: In Smartphones, Tablets, Gabelstaplern. Brandrisiken gehen aber auch von Menschen aus – vor allem, wenn sie nicht ausreichend geschult sind, so der Tenor am TÜV AUSTRIA Brandschutztag.

 

Wie verhindert man einen Brand? 

Beispielsweise durch organisatorische Maßnahmen: Koordinatoren sollten bestellt werden, die eingreifen, wenn Sicherheitsbestimmungen missachtet werden. Das ist beispielsweise für die Zusammenarbeit mit Fremdfirmen wichtig: In den letzten Jahren haben sich dort die Brandfälle gehäuft. Koordinatoren sollen Abhilfe schaffen und das Bewusstsein der Mitarbeiter/innen für Risiken schärfen. 

 

Auch bauliche Maßnahmen können Brände verhindern oder zumindest deren Ausbreitung. Wer im Unternehmen einen mit Lithium betriebenen Gabelstapler über Nacht in einem Einzelladeplatz auflädt, sollte sich dringend über Abstände Gedanken machen: Die Distanz zwischen Batterie und Ladegerät sollte einen Meter betragen, die Raumhöhe zwei Meter, der Abstand zu Steckdosen 0,5 Meter. Wand und Bodenmarkierungen, Feuerlöscheinrichtungen, Betriebsanweisungen, Brandabschottungen – nur mit strengen Auflagen und geschultem Personal  wie etwa einem Anlagenverantwortlichen für Batterieanlagen  können Unternehmen das Risiko minimieren und Leben und Güter schützen. 

 

Diese strengen Auflagen entspringen auch der österreichischen Gesetzgebung sowie Normen und Richtlinien. Beispielsweise der Richtlinie TRVB 124 F, die seit 1. März in Kraft getreten ist und unter anderem über die erforderliche Anzahl von Löschmitteln wie Feuerlöscher oder Wandhydranten Auskunft gibt. Die TRVB 123 S11 behandelt Brandmeldeanlagen, die TRVB 105 H kümmert sich um Feuerstätten mit festen Brennstoffen. Sie alle werden entweder überarbeitet, ergänzt oder neu definiert, um den vorbeugenden Brandschutz auch weiterhin sicher zu stellen.

 

Wie rettet man Menschenleben?

Wenn alle Stricke reißen, gibt es immer noch den zweiten Rettungsweg: Dieser kann in Form eines Sprungpolsters, eines Hubrettungsgerätes oder einer tragbaren Leiter aus dem Einsatzfahrzeug ebenfalls Leben retten. Doch auch hier gilt: Ohne Brandschutzbeauftragten, der im Vorfeld die Aufstellflächen für die Feuerwehr vorbereitet, kann die Feuerwehr ihre Möglichkeiten nicht vollends nützen.

Dann sind wiederum bauliche Maßnahmen gefragt, denn auch sie können Leben retten: Eine Notrutsche etwa oder ein in Bodennähe angebrachtes Leitsystem kann Menschen bei einer Verrauchung die Flucht ermöglichen. 

 

Wie verursacht man einen Brand?

Der Physiker Werner Gruber hält sich ebenfalls alle Fluchtwege offen. Vor allem, wenn er mit 3-Komponenten-Sprengstoff hantiert, eine brennende Zigarette in einen Benzinkanister versenkt oder Staubexplosionen auslöst – das alles vor einem staunenden Publikum, das nach einem informativen Tag der Brandursachenbekämpfung live miterlebte, was passiert, wenn Sauerstoff, Zündquelle und eine hohe Temperatur aufeinander treffen. Es war jedoch 

beruhigend zu wissen, dass zwar Normen oft nur für einzelne Bundesländer gelten, aber die Naturgesetze allumfassend sind. Wer ihnen vertraut, der kann auch am TÜV AUSTRIA Brandschutztag ohne ernsthafte Konsequenzen Stichflammen erzeugen.

 

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