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Normenrevision ISO 22000:2018: Sicher(er)e Lebensmittel

Die neue ISO 22000:2018 wurde im Juni dieses Jahres veröffentlicht. Ihr oberstes Ziel ist es, die Sicherheit von Lebensmitteln zu gewährleisten und diese im Unternehmen zu verankern. Wir haben dazu einen Experten befragt.

TÜV AUSTRIA AKADEMIE „Das Thema Lebensmittelsicherheit wird komplexer. Einerseits werden die Konsumenten sensibler und es müssen immer mehr Nachweise bereitgestellt werden, wie zum Beispiel für die Herkunft eines Rohstoffs oder die Güte einer Verpackung. Andererseits ist die Lebensmittelindustrie eine sehr agile Branche, wo ein zunehmender Automatisierungsgrad bei gleichzeitig immer flexibleren Kundenanforderungen zu beobachten ist“, erklärt TÜV AUSTRIA Lebensmittelexperte Stefan Hackel, weshalb die Normenrevision im Lebensmittelbereich notwendig war. Die turnusmäßige Normenrevision ist ein wichtiger Bestandteil des generellen Lebenszyklus einer freiwilligen Norm und die Überprüfung bzw. etwaige Überarbeitung erfolgt in der Regal alle fünf Jahre.


Kombination mit anderen Normen leicht gemacht

Bei ISO 22000 steht vor allem die Lebensmittelsicherheit im Vordergrund und wird als Ziel in alle für die Lebensmittelsicherheit relevanten Unternehmensprozesse eingebunden. Eine der wohl wichtigsten Änderungen der revidierten Norm ist die Orientierung an der High Level Structure (HLS), die es Unternehmen, die bereits eine Zertifizierung und somit beispielsweise ein ISO 9001 Handbuch haben, erleichtert, auch ISO 22000 zu implementieren. Zudem lässt die neue Norm Unternehmen mehr Handlungsspielräume. Das bedeutet, dass z.B. kein eigenes Handbuch mehr zwingend erforderlich ist und generell die Anzahl der notwendigen Dokumente im Zuge der Revision etwas verringert wurde. „Prinzipiell kann ab sofort auf die neue Norm umgestellt werden. Die Lebensmittelbranche ist ein sehr sensibler Bereich, wo es sicherlich von Vorteil ist, die Qualitätssicherung innerhalb eines Unternehmens sehr breit aufzustellen. Umso eher der Wechsel stattfindet, desto schneller ist für das Unternehmen der Mehrwert eines prozessorientierten Standards merkbar“, rät der Experte hinsichtlich Umstieg auf die revidierte Norm.


Komplettlösung im Lebensmittelbereich

TÜV AUSTRIA bietet im Lebensmittelbereich einerseits ein hauseigenes Aus- und Weiterbildungsangebot mit einschlägigen Schulungen und Seminaren, andererseits eine Zertifizierung von Unternehmen nach ISO 22000. Hier wird im Rahmen eines Zertifizierungsaudits überprüft, ob die Anforderungen der Norm eingehalten und auch in der Unternehmenspraxis tatsächlich gelebt werden.  


Über Dr. Stefan Hackel: Der Lebensmittelexperte ist Leiter des Konzern-Qualitätsmanagement bei VIVATIS.

 

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