TÜV AUSTRIA Akademie NEWS ARCHIV - DER RÜCKBLICK AUF EIN ERFOLGREICHES JAHR:

  • TÜV AUSTRIA Brandschutztag 2019: Brand-Lasten schultern (März 2019) 

Am TÜV AUSTRIA Brandschutztag wurde viel über Brandgefahren und vorbeugende Brandschutzmaßnahmen diskutiert. Fazit: Manchmal liegt die Lösung in neuen Technologien. Und manchmal birgt die Zukunft neue Risiken, TÜV AUSTRIA AKADEMIEdenen sich Verantwortliche des betrieblichen Brandschutzes stellen sollten.

 

Der TÜV AUSTRIA Brandschutztag zog an die 350 Teilnehmer/innen nach Vösendorf, wo sie einen Tag lang von den Vorträgen der Brandschutz-Koryphäen profitierten. Der jährlich stattfindende Expertentag beleuchtete auch heuer wieder den Brandschutz aus rechtlicher, organisatorischer und technischer Sicht und richtete den Fokus der Teilnehmer/innen auch auf neue Risiken, die man nicht unterschätzen sollte.

 

Jedem Tierchen sein Brandschutztürchen?

Brandschutzbeauftragte sind mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert: Brandschutzordnungen und Pläne erstellen, Verhalten im Brandfall festlegen, Eigenkontrollen durchführen, Mängel beheben lassen – all das gehört zu ihrem Aufgabenbereich. Das Schutzziel in Betrieben ist meist gleich: die Verhinderung von Bränden bzw. deren Ausbreitung und die Personenrettung. Aber nicht jeder Betrieb ist gleich: Es gibt Nutzungen mit erhöhter Brandgefahr oder erhöhter Personengefahr oder besonderen Gefährdungen. In der Hofburg sind Showeinlagen, Lagerungen hinter Messeständen oder Hazereinsätze die Herausforderung, mit denen Brandschutzbeauftragte konfrontiert werden. Bei einem Produktionsbetrieb wie Opel Wien liegt die Gefahr in der erhöhten Brandlast. In der Uni-Klinik in St. Pölten wird das Augenmerk auf die verschiedenen Einrichtungen gelegt: Chemikalienlager, Großküche und Schlosserei verlangen nach eigenen Brandschutzmaßnahmen.

 

Für die Sicherheit von Mitarbeiter/innen, Gästen, Patienten/innen und aller Sachwerte sollen Maßnahmen sorgen, die Verantwortliche des Brandschutzes planen. Sie sind baulich, technisch und organisatorisch, betreffen Brandschutztüren, Fluchtwege, das Crowd-Management oder das Abgehen der Fluchtwege vor jeder Veranstaltung. Aber welche Maßnahmen sind für welches Unternehmen geeignet? Das klärten am TÜV AUSTRIA Expertentag die Vertreter der 3 unterschiedlichen Nutzungen. 

 

Was dabei hilft, ist ein Blick in die TRVB-Richtlinie. Die TRVB 119 O wird grundlegend neu überarbeitet und soll zum Standardwerk ausgebaut werden. Der Hintergrund: Verantwortliche des Brandschutzes mussten sich aufgrund der verschiedenen Nutzungen in vielen TRVBs schlau machen, um den richtigen Passus zu finden – das soll sich im Frühjahr 2020 ändern.

 

Recht so!

Brandschutzbeauftragte stützen sich bei ihrer Arbeit auf eine Fülle an rechtlichen Vorgaben, welche die Einhaltung der Regeln der Technik fordern. Allein bei tragbaren Feuerlöschern müssen Arbeitsstättenverordnung und Arbeitnehmer/Innenschutzgesetz beachtet werden, bei der Anschaffung des Feuerlöschers ist darauf zu achten, dass er der ÖNORM EN 3 entspricht, außerdem muss er ein Jahr nach dem Kauf von einem zertifizierten Sachkundigen überprüft werden. Die genormte Prüfplakette nach ÖNORM F 1053 bringt klare Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit. 

 

Brandschutzbeauftragte sollten sich zudem neben anderen Aufgaben auch mit der Feuerversicherung des Betriebes auseinandersetzen, weil die Verpflichtungen darin auch sie betreffen könnten und im Regressfall ein erhöhter Sorgfaltsmaßstab angelegt werden könnte. Andererseits: Wer keinen Brandschutzbeauftragten im Betrieb hat, der muss im Schadenfall mit einer Unterdeckung der Prämie rechnen.

 

Mit Netz und doppeltem Boden

Brandschutzbeauftragte sind im Vorbeugenden Brandschutz aktiv, die Feuerwehr ist es beim Abwehrenden Brandschutz. Das ABC-Abwehrzentrum des österreichischen Bundesheeres kann die Feuerwehr unterstützen, wenn es ein außerordentlicher Notfall erfordert. Dieser ergibt sich beispielsweise durch eine radioaktive oder chemische Kontamination, für deren Dekontamination das Abwehrzentrum speziell ausgerüstet ist. Die herbeigerufene Einheit kann Proben nehmen, die chemischen oder radioaktiven Stoffe identifizieren, und sie übernimmt auch die Beseitigungs- und Verbreitungsmodellierung. 

 

2 gute und eine schlechte Nachricht

Die guten Nachrichten zuerst: Autos werden unkomplizierter. Wer sich ein E-Auto anschafft, der spart 1/3 der Teile ein, zum Beispiel die Einspritzung oder die Kurbelwelle. Stattdessen werden Hochvolt-Batterien zusammengeschalten und in Metallbehältern abgesichert. E-Mobilität ist nicht sonderlich gefährlich, das ist die zweite gute Nachricht. Wenn das Auto korrekt instandgehalten wurde und niemand über das Ladekabel stolpert, sind sie relativ sicher. Die metallische Durchdringung der Batterie, z,B, bei einem Unfall, könnte dennoch eine Brandgefahr auslösen. 

Jetzt die weniger gute Nachricht: Auch wenn neue Technologien wie die E-Mobilität weniger brandgefährlich sind, so werden auch in Zukunft Verantwortliche im Betrieblichen Brandschutz gebraucht werden, vor allem im Falle eines Blackouts. Wenn die Lichter ausgehen, gehen nämlich nicht nur die Lichter aus: die Brandmeldeanlage und die Sprinkleranlage tun es ebenfalls, auch wenn sie für eine gewisse Zeit notstromversorgt sind. Betrieblich Beauftragte sollten sich daher die Frage stellen, was bei einem Stromausfall im Betrieb passiert und welche Maßnahmen sie vorab setzen können. Dies betrifft auch die Mitarbeiter/innen: Bei einem großflächigen Blackout sollte die Infrastruktur für diese gewährleistet werden.  

 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer/innen am TÜV AUSTRIA Brandschutztag und den folgenden Vortragenden:

Dipl.-Ing. Dr. Rudolf MÖRK-MÖRKENSTEIN (IES Ziviltechniker GmbH), Mag. Robert SCHGÖR (TÜV AUSTRIA), Ing. Günter ROZUMILOWSKI (TÜV AUSTRIA), Vzlt Alexander MATTAUSCH (Österr. Bundesheer, ABC-Abwehrzentrum), Andreas SCHMIEDL (Wiener Kongresszentrum Hofburg Betriebs-GmbH), Thorsten BÖCKER, MBA, (Opel Wien GmbH), Ing. Thomas SPITZER, MSc, (Universitätsklinikum St. Pölten), SV Ing. Leopold BALLEK (Ausbildungsleiter gem. TRVB 117 O), SV Ing. Martin SWOBODA (TÜV AUSTRIA)

 

 

  • Zukunft ist jetzt: Weniger Energieverbrauch zahlt sich aus (März 2019)
    Der Tag der Energiebeauftragten und -auditor/innen am TÜV AUSTRIA Campus

Auf der Fachtagung der TÜV AUSTRIA Akademie im März drehte sich alles um den nachhaltigen Einsatz von Energie: von aktuellen Förderangeboten des Bundes bis hin zu spannenden Impulsen zur Energiekultur war an Fachinput alles dabei.

Energieverantwortliche nehmen in Unternehmen eine zentrale Schlüsselrolle ein: Sie decken Energieeinsparungspotentiale auf, die erheblich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Umweltschutzes beitragen. Für umweltrelevante Maßnahmen stellt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus jetzt einen noch größeren Fördertopf mit Schwerpunkt auf heimische Klein- und Mittelbetriebe bereit. Im Sinne der #mission2030 wird die Implementierung eines Energiemanagementsystems mit einem Gesamtbudget von über 5 Millionen Euro gefördert oder geplante Investitionen für den Einsatz modernster Umwelttechnologien. Der „Raus aus dem Öl-Bonus“ belohnt Private, Gemeinden und Betriebe für den Tausch eines fossilen Heizsystems gegen klimafreundliche Systeme.

Die beste Energieeffizienzstrategie nützt jedoch nur dann etwas, wenn Top-Management und Mitarbeiter/innen geschlossen hinter den Energie-Zielen stehen und diese entsprechend umsetzen. Gelebte Energiekultur, die die Verankerung von Energiebewusstsein in den Köpfen aller impliziert, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Kurz- bis mittelfristige Erfolge versprechen z. B. der Einsatz von E-Fahrzeugen, der Thermografie-Check am Gebäude oder der Einsatz von Multifunktionsgeräten. Auch hier zahlt sich der Griff in den Fördertopf aus: Das Verkehrsministerium bietet gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsministerium Betrieben, Gebietskörperschaften und Vereinen ein Förderprogramm für die Anschaffung von ein- und zweispurigen Elektrofahrzeugen. 

Dass man Nachhaltigkeit messen kann, bewies der Beitrag über die Berechnung des CO2-Ausstoßes anhand verschiedener Musterbeispiele. Auf Basis des „Greenhouse Gas Protocols“ lassen sich Treibhausgasemissionen (CO2-Fußabdruck) einfach ermitteln. Eine Vergleichsrechnung zeigt die Einsparungen aufgrund des Einsatzes von z. B. elektrischer Energie auf Basis erneuerbarer Energie (Ökostrom).  – Ob Privater, mittelständischer Betrieb oder Konzern: strategische, aber auch einfache Energieeffizienz-Maßnahmen können Großes für die Zukunft bewirken!

 

 

  • TÜV AUSTRIA Kälte-Klima Fachtage 2019: Die guten Stoffe (März 2019)

Die TÜV AUSTRIA Kälte-Klima Fachtage zogen auch dieses Jahr wieder ein Fachpublikum an, diesmal kamen die Teilnehmer/innen ins steirische Schloss Seggau. TÜV AUSTRIA AKADEMIE

 

60 Teilnehmer/innen tauschten an zwei Tagen zusammen mit den Referenten/innen Know-how aus: Die F-Gase-Verordnung, Dichtheitskontrollen und vor allem die Suche nach dem perfekten Kältemittel bewegt momentan die Branche. Welcher Stoff eignet sich für welche Anlage? Die Referent/innen begaben sich auf Spurensuche und banden auch das Publikum in die Diskussion mit ein.

 

 

Kältemittel werden in vielen Branchen eingesetzt: In der Automobilindustrie, dem Lebensmitteleinzelhandel, der Pharmazie und auch im Weinbau, wo die Temperatur im gesamten Herstellungsprozess eine wichtige Rolle für das Aroma spielt. Es gibt zwar eine Vielzahl an Kältemitteln, aber die Vorgaben werden durch die F-Gase-Verordnung (EU) 517/2014 über fluorierte Treibhausgase laufend strenger. Die F-Gase-Verordnung ist ein Beitrag, um die Emissionen des Industriesektors bis zum Jahr 2030 um 79 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Sie findet sich auch im Kigali-Amendment wieder, einer weiteren weltweiten Verpflichtung, den Klimawandel zu stoppen. Das Kigali Amendment unterstützt die F-Gase Verordnung ab 2019 auf globaler Ebene. Der Anstieg der Erderwärmung soll damit um 0,5 K reduziert werden. Österreich hat bereits mit dem so genannten ‚Phase-Down‘ begonnen, der Verringerung der F-Gase-Menge, die in Verkehr gebracht wird. Weitere Instrumente der F-Gase-Verordnung sind Nachfüllverbote und Emissionsbegrenzungen – das stellt eine ganze Branche vor eine Vielzahl an Herausforderungen. Diese wurden auf den Kälte-Klima Fachtagen aus mehreren Blickwinkeln betrachtet: etwa aus Sicht des Bertreibers, des Planers, des Vertriebs, des Amtssachverständigen und des Juristen. 

 

Die Qual der Wahl?

Prinzipiell wird von den Experten geraten, auf natürliche Alternativen wie Ammoniak, Propan, Propylen oder Isobutan umzusteigen und keinesfalls eine neue Kälteanlage mit dem Kältemittel R404A zu installieren. Vorzuziehen sind Kältemittel mit einem geringen Global Warming Potential (GWP), aber manche davon sind entweder brennbar oder toxisch oder beides. Betreiber sollten sich bei der Auswahl des Kältemittels nicht nur mit der Preisfrage beschäftigen, sondern auch mit der technischen Machbarkeit der Anlage und der langfristigen Verfügbarkeit des Kältemittels am Markt – immerhin ist noch nicht ganz klar, welche Grenzwerte die Zukunft noch bringen wird. Klar scheint aber zu sein, dass momentan kein Weg am brennbaren Kältemittel vorbeiführt. Um die Sicherheit von Personen und Sachwerten zu schützen, sind daher beispielsweise Gaswarnanlagen empfehlenswert – vor allem, wenn Anlagen nicht dauerhaft technisch dicht sind.

 

Können Sie dichthalten?

Nach Definition der TRBS 2152 gelten Anlagenteile als dauerhaft technisch dicht, wenn sie aufgrund ihrer Konstruktion technisch dicht bleiben oder die Dichtheit durch Wartung und Überwachung ständig gewährleistet wird. Dichtheitskontrollen sind also gesetzlich vorgeschrieben. Sie sind im Hinblick auf Anlagensicherheit und Umweltschutz entscheidend und sollen laut Umweltbundesamt neben der Wartung auch in Zukunft forciert werden. Auf den TÜV AUSTRIA Kälte-Klima Fachtagen diskutierten die Experten auf dem Podium darüber, was genau technisch dicht heißt und welche Schutzmaßnahmen zur technischen Dichtheit führen. Das Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion und stellte Fragen aus der eigenen Berufspraxis. 

 

Zum Preis

Die Auswirkungen des Phase Down sind noch nicht abzuschätzen. Momentan fallen die Preise ein wenig, völlig entgegen der Prognose. Das lässt vermuten, dass sich entweder viele Betreiber mit Kältemitteln eingedeckt haben. Oder dass gebrauchte Kältemittel flächendeckend eingesetzt werden. Auch die illegalen Einfuhren könnten zugenommen haben. All das würde am Sinn der F-Gase-Verordnung vorbeigehen und bleibt auch nicht so günstig: Die Kosten auf alternative Kältemittel werden wahrscheinlich signifikant steigen. Betriebe können aber auch um Umweltförderung ansuchen, wenn sie klimarelevante Gase reduzieren und Kältemittel mit einem GWP von bis zu 150, also einem geringen Wert, verwenden. 

 

Was nehm' ich jetzt?

Die alles bestimmende Frage auf den TÜV AUSTRIA Kälte-Klima-Fachtagen war einmal mehr: Welches Kältemittel ist für meine Anlage geeignet? Seriös kann man diese Frage aber leider nicht beantworten. Das kommt auf den Temperaturbereich an und den Aufstellungsort der Anlage. Es kommt auf die gewünschte Lebensdauer an und darauf, welche Anforderungen prinzipiell an die Anlage gestellt werden. Wichtig ist nur, dass der Mittelwert aller eingesetzten Kältemittel den geforderten GWP aus der F-Gase-Verordnung nicht überschreiten. Und zwar langfristig, denn das Phase Down ist noch nicht abgeschlossen. Aber auch, wenn noch nicht bekannt ist, wohin die Reise geht, bedingt der Zusammenhang von Umweltschutz, Sicherheit und Effizienz ein deutlich größeres Fachwissen. Qualifikation braucht es sowohl bei der jährlichen Kontrolle einer Gaswarnanlage, als auch bei der Dichtheitsprüfung. Schulungen sind wichtig, um Angst im Umgang mit brennbaren Kältemitteln zu nehmen, aber auch, um den Respekt davor zu fördern. 

 

Wir bedanken uns bei allen Referenten/innen für den fachlichen Input:

Ing. Christian Holzinger (TB Holzinger Ingenieurgesellschaft mbH), DI Harald Erös (Takeda Pharmaceutical), DI Kurt Mayerhofer (TÜV AUSTRIA Services), Ing. Dr. Florian Berl (ONZ, ONZ, KREAMMER, HÜTTLER Rechtsanwälte GmbH), DI Dr. Anton Pirko (Amt der Niederösterreichischen Landesregierung), Christoph Riedl, MSc, MSc (MSR-Austria GmbH), Ing. Reinhold Holler (Landesweingut Silberberg), DI Edgar TIMM (Bundesfachschule Kälte Klima Technik), DI (FH) Lukas Lippert (Kommunalkredit Public Consulting GmbH), Harald Conrad (Westfalen Austria GmbH), Dr. Maria Purzner (Umweltbundesamt GmbH), Andreas Klaudus (Österreichische Gesellschaft der Kältetechnik ÖGKT), DI Dr. Johann Geyer (ENERTEC Naftz & Partner GmbH & Co KG)

 

 

  • Finde den Fehler, bevor er passiert! Ein Infotag über das neue Regelwerk der FMEA (Februar 2019)

Im Februar 2019 fand in der TÜV AUSTRIA Akademie das FMEA-Update statt, das in Zusammenarbeit mit der FMEAplus Akademie einen Statusbericht zur Harmonisierung des Standards lieferte. Wird im ‚Rotband‘ alles anders? 

Die Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse dient der Vorbeugung: Sie untersucht mögliche Produktfehler bereits in der Design- und der Entwicklungsphase. Vor allem wenden Lieferanten die FMEA in der Automobilbranche an, aber auch in der Medizintechnik oder der Raum- und Luftfahrt wird sie gebraucht. Dazu gab es seit den 70ern ein Regelwerk für den amerikanischen Markt, später folgte eines für den europäischen. Aber gerade diese zwei Handbücher bereiteten den Lieferanten jahrelang Kopfschmerzen: Die Bewertungssysteme sind unterschiedlich, was die Komplexität erhöhte und einen Mehraufwand verursachte.

Das soll ab April anders werden, meinte der Vortragende Helmut Goiginger von der FMEAPlus Akademie am FMEA-Update am TÜV AUSTRIA Campus. Er stellte das neue Regelwerk vor und nannte den rund 30 Teilnehmer/innen des Infotages die wichtigsten Änderungen. Zu den Eckpunkten: Die Vertreter von VDA (Verband der Automobilindustrie) und der AIAG (Automotive Industry Action Group) hatten sich bereits 2015 an einen Tisch gesetzt, um ein harmonisiertes Standardwerk zu erarbeiten. Die englischsprachige Fassung des sogenannten ‚Rotbandes‘ soll im April 2019 erscheinen, die deutschsprachige Fassung im Mai folgen. Die Zielsetzung: abgeglichene Bewertungstabellen, vereinheitlichte Prozesse und Formblätter und eine verbesserte Art und Weise zur Priorisierung von Arbeitsschwerpunkten. Plus: Die Durchführbarkeit der FMEA in Excel muss gewährleistet sein, da amerikanische Nutzer (noch) selten mit FMEA-Softwaretools arbeiten.

Ein harmonischer Abgleich
Nach der Harmonisierung wird nicht alles anders und manches wird recht rasch umgesetzt werden können. Zukünftig wird beispielsweise die Farbcodierung fallen und das Wort „Wahrscheinlichkeit“ aus der Begriffsdefinition verschwinden.
Andere Änderungen sind gravierender, wie zum Beispiel die Erweiterung der Arbeitsschritte. Bislang war die FMEA (nach VDA) anhand von 5 Schritten beschrieben. Jetzt werden zusätzlich zur Strukturanalyse, der Funktionsanalyse, der Fehleranalyse, der Risikoanalyse und der Optimierung zwei weitere Schritte eingezogen. Schritt 0, also noch vor der Strukturanalyse, soll ein Kick-off stattfinden. Dieses Meeting klärt den Betrachtungsumfang und soll Kundenerwartung, Sinnhaftigkeit und Machbarkeit aufs Tapet bringen. Schritt 7 beschäftigt sich mit der Präsentation und folgt auf die Optimierung. Die Ergebnisse sollen für alle nutzbringend aufbereitet und so die interne und externe Akzeptanz geschaffen werden.

Ebenfalls neu ist die Einführung einer neuen Art der FMEA. Bislang haben sich Design-FMEA und Prozess-FMEA um mögliche Produkt- und Prozessfehler in der Design- und Entwicklungsphase gekümmert. Die neue Monitoring System Response (MSR) FMEA ist eine Ergänzung der Design-FMEA und zeigt, wie häufig das Produkt während der Benutzung ausfallen könnte und analysiert, wie das System Fehler erkennt und darauf reagiert. Wenn beispielsweise die Einspritzung im Motor eines Autos fehlerhaft ist, werden vom System automatisch Korrekturmaßnahmen eingeleitet.

Nun, was tun?
Die Vereinheitlichung bringt Vorteile, macht aber auch nervös: Was mache ich nun mit meiner FMEA nach dem alten Regelwerk? Muss ich im April das Projekt neu anfangen?  Keine Sorge: Laufende Projekte können bleiben, wie sie sind. Aber zukünftige Projekte sollten nach der neuen Methode in Angriff genommen werden.

  • Grenzenlos zusammenarbeiten: Wie läuft die Mensch-Roboter-Kollaboration in der Industrie 4.0? (Februar 2019)

Die Arbeitswelt wird anspruchsvoller, sie verändert sich laufend. Die geforderte Flexibilität fordert auch den Menschen – kollaborative Roboter und digitale Assistenzsysteme sollen ihn zukünftig entlasten.

TÜV AUSTRIA AKADEMIE

 

Die Kooperation von Mensch und Maschine ist kein neues Thema: In der Industrie und der Wissenschaft wird sie teilweise bereits erforscht und gelebt. In der Montage, der Verpackung, der Bestückung, der Verschraubung, aber auch in der Qualitätskontrolle verschwimmen die Grenzen zwischen den Arbeitsplätzen zusehends – Mensch und Roboter arbeiten mehr und mehr Hand in Hand. Noch werden sogenannte Cyber Physische Arbeitssysteme jedoch nicht flächendeckend eingesetzt, was an verschiedenen ungeklärten Fragen liegt, die sich Verantwortliche in den Unternehmen stellen. Wie sicher ist die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter und was ist rechtlich zulässig? Wie sollen Aufgaben und Arbeitsplätze aufgeteilt werden? Wie viel kostet die Implementierung?


Die TÜV AUSTRIA Akademie stellte sich im Februar diesen Fragen – in Kooperation mit Fraunhofer Austria Research GMBH veranstaltete der Bildungsspezialist einen Infotag für Unternehmen, die sich dem Thema annähern wollten. 60 Teilnehmer/innen kamen in die TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 und erhielten nicht nur einen Einblick in die Zukunft, sondern auch eine Führung durch die Pilotfabrik und einen heißen Tipp zur Weiterbildung auf dem Sektor. Dazu später mehr…


Reibungslose Zusammenarbeit?

Die Vorteile von digitalen Assistenzsystemen und der Mensch-Roboter-Kollaboration liegen auf der Hand: Menschliche Fehler sollen vermieden werden, Ausführungszeiten, Einlern- und Trainingszeiten reduziert werden. Der Roboter arbeitet präzise und unermüdlich, während der Mensch seine kognitiven Fähigkeiten nutzt und andere Aufgaben übernimmt; dadurch kann die Produktivität gesteigert werden. Fehlende Schutzzäune werfen jedoch die Frage nach der Sicherheit dieser „schrankenlosen Zusammenarbeit“ auf.


Eine fehlende Umzäunung wirft jedoch Fragen auf: Wenn der Mensch mit dem Roboter schrankenlos zusammenarbeitet, wie kann dann seine Sicherheit gewährleistet werden? Ing. Andreas Oberweger von TÜV AUSTRIA SERVICES GMBH veranschaulichte in seinem Vortrag am Infotag das Zusammenspiel von Safety & Security bei Cyber Physischen Arbeitssystemen. Potenziell gefährdete Körperbereiche dürfen keinen Kräften ausgesetzt werden, die über den Grenzwerten liegen, die vorher durch Messungen abgesichert wurden, so Oberweger. Aber nicht nur der Mensch ist einem Risiko ausgesetzt, auch die Systeme selbst sind kompromittierbar: Unternehmen müssen sicherstellen können, dass ihre Produktionsanlagen gegen Angriffe von innen und außen geschützt sind, um Cyber Crime vorzubeugen. 


Einer hat es vorgemacht

Die Firma Melecs EWS ist schon einen Schritt weiter und hat die Mensch-Roboter-Kollaboration bereits im Unternehmen implementiert. Triebfedern für den Umstieg waren die Verbesserung der Arbeitsplatzergonomie, die Vermeidung von Über- und Unterforderung, Kostenoptimierung und eine Steigerung der Produktivität. Die Herausforderungen waren genauso zahlreich: Das Know-how im Unternehmen war kaum vorhanden, niemand wusste genau, wie das Mensch-Roboter-System nach der aktuellen Gesetzeslage implementiert, instandgehalten und gewartet wird. Die Kooperation mit Fraunhofer Austria brachte die Lösung: Gemeinsam erstellte man eine Potenzialanalyse, eine Kosten-Nutzen-Analyse und erarbeitete das Automatisierungspotential einzelner Prozesse. In der TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 wurden die Fragen der Safety & Security beantwortet und in Zusammenarbeit mit TÜV AUSTRIA sowohl die Krafteinwirkung im Falle einer Kollision, als auch Hackerangriffe simuliert.Mit der Implementierung des neuen Systems leistete die Firma echte Pionierarbeit – sie konnte sich am Markt als innovatives Unternehmen positionieren und die Erkenntnisse auch publizieren.


So werden Sie zum zertifizierten Spezialisten!

Effizienz, Flexibilität, Mehrwert für Kunden – Unternehmen möchten fit sein für die industrielle Zukunft. Die TÜV AUSTRIA Akademie hat ein Ausbildungsprogramm entwickelt, mit dem Sie kollaborative Arbeitssysteme und digitale Assistenzsysteme planen und integrieren können. Die Ausbildung „Cyber Physische Arbeitssysteme“ wird mit Hands-On-Trainings und lösungsorientierten Use Cases in der TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 ergänzt und garantiert so ein Höchstmaß an Kompetenz. Sie schließen die praxisnahe Ausbildungsreihe mit einem Zertifikat ab, das Sie zum/r zertifizierten/in Spezialisten/in für Cyber Physische Arbeitssysteme macht.

 

 

  • Seminaranbieterranking Industriemagazin: Dank unserer Kunden Nummer 1! (Februar 2019)

6x Gold! Die besten Seminaranbieter Österreichs stehen fest: Die TÜV AUSTRIA Akademie belegt den ersten Platz in der Kategorie „Produktion & Fertigung“. Zum 6. Mal in Folge!

 

Das Industriemagazin wählte rund 80 Seminaranbieter aus, die es ins Ranking schafften - die befragten Führungskräfte und Mitarbeiter/innen aus unterschiedlichen Branchen unterteilten die Seminaranbieter in Kategorien. Die TÜV AUSTRIA Akademie wurde dabei in der Kategorie „Produktion & Fertigung“ erneut auf Platz 1 gewählt und besteht damit den Härtetest zum 6. Mal in Folge.

„Wir freuen uns gemeinsam mit allen unseren Referentinnen und Referenten, Partnern und Mitarbeitenden, dass unser Aus- und Weiterbildungsangebot wieder top bewertet wurde.“ sagt Geschäftsführer Christian Bayer. „Seit 145 Jahren unterstützen wir unsere Kunden in den Bereichen Sicherheit, Technik, Umwelt und Qualität - und um dieses Vertrauen und Ihre Zufriedenheit werden wir uns jeden Tag neu bemühen!“ „Weiter. Kommen.“ Heißt daher auch unser TÜV AUSTRIA Kursprogramm 2019, in dem Sie wertvolle Aus- und Weiterbildungen, Qualifikationen und Fachbücher finden.

 

 

  • Gut gerüstet für die Zukunft: Feierliche Präsentation der neuen Kälte-Klima-Akademie (Dezember 2018) 

Die TÜV AUSTRIA Akademie nahm die feierliche Übergabe von Schulungsfahrzeugen an die Heereslogistikschule zum würdigen Anlass, um Verteidigungsminister Mario Kunasek und den Gästen des Festaktes die neue Kälte-Klima-Akademie vorzustellen.

 

Das österreichische Bundesheer besitzt mit der Heereslogistikschule (HLogS) in der Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne eine wichtige Ausbildungsstätte für die Versorgungstruppen. Soldaten und Zivilbedienstete werden an den Instituten für Wirtschaftsdienst, Versorgung, technischen Dienst sowie Kraftfahrwesen ausgebildet. Im Juni 2018 wurde mit der TÜV AUSTRIA Akademie eine Kooperationsvereinbarung zu praxisorientierten Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Kälte- und Klimatechnik in Österreich abgeschlossen. Mit der Eröffnung des ersten Kurses letzten September wurde die TÜV AUSTRIA-HLogS Kälte-Klima-Akademie praktisch eingeweiht.

 

Sicher im Transport

Im Zuge der feierlichen Zeremonie übergab Verteidigungsminister Mario Kunasek der Heereslogistikschule am 12.12.2018 höchstpersönlich die ersten 50 von insgesamt 140 neuen geländegängigen Lastkraftfahrzeugen. Diese sollen für Schulungszwecke und Transportaufgaben eingesetzt werden. Dank der neuen Fahrzeugflotte kann die Fahrschulausbildung nun auf dem modernsten Stand der Technik durchgeführt werden.

 

Schlüssel zum Erfolg

Nach der Übergabe wurden Bundesminister Mario Kunasek und alle Festgäste in die Räumlichkeiten der TÜV AUSTRIA-HLogS Kälte-Klima-Akademie geladen. Wie es zur Gründung der Kälte-Klima-Akademie kam, erklärte Oberstleutnant Ing. Roman Rumpelnik, MSD, Kommandant der Lehrabteilung Waffentechnik und Hauptlehroffizier. Primäres Ziel der Kooperationsvereinbarung ist es, gemeinsam Seminare, Lehrgänge und Fachtagungen im Bereich Kälte- und Klimatechnik zu entwickeln und durchzuführen. Das Prinzip "Pooling & Sharing" spielt hierbei für den Erfolg der Partnerschaft eine Schlüsselrolle: Ressourcen werden gebündelt, Fähigkeitslücken geschlossen und Kosten eingespart. Jörg Peters, Geschäftsführer der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik Maintal, die dem "Bund der Bildung" unterstützend zur Seite steht, stellte im Anschluss die Schulungsaggregate vor.

 

Kälte- und Klimatechnikkurse: State-of-the-art

Primäre Nutznießer sind jedoch nicht die Kooperationspartner, sondern die Schulungsteilnehmer: Sie erhalten eine hochqualifizierte Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Kälte- und Klimatechnik, die aus einer Kombination aus Theorie und Praxis besteht. Das Besondere an den Fachseminaren ist das EU-weit anerkannte Personenzertifikat nach positivem Abschluss der Zertifizierungsprüfung. 

 

Oberst des Generalstabdienstes Mag. Stefan Lampl, Kommandant der Heereslogistikschule, und Mag. (FH) Christian Bayer, Geschäftsführer der TÜV AUSTRIA Akademie, hoben abschließend den Kern der Gemeinsamkeiten zwischen den Bildungseinrichtungen hervor. Durch die enge Kooperation findet ein permanenter Wissensaustausch statt, wodurch dem Bildungsauftrag zur Schaffung hoher Ausbildungsqualität zur Gänze Genüge getan wird.

 

  • Die Maschine Mensch (November 2018)

Große Macht bringt große Verantwortung. Das wusste schon Stan Lee und das wusste auch Isaac Asimov, der mit seinen Robotergesetzen bereits 1942 eine einzigartige Vorlage zur Mensch-Roboter-Kollaboration schuf: Der Roboter darf dem Menschen nicht schaden. Können wir sicher sein, dass dieses Gesetz in der Industrie 4.0 eingehalten wird? 

 

Roboter werden heute schon in Industrie, in der Medizin und im Service eingesetzt. Aber sie werden bald noch mehr Aufgaben bekommen und sie werden vor allem eines immer häufiger: mit dem Menschen zusammenarbeiten. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine wird dünner: Sie arbeiten im Idealfall zur selben Zeit am selben Arbeitsplatz am selben Objekt. Ziel muss es sein, diese Kollaboration abzusichern und eine zukünftige Zusammenarbeit gesetzlich so zu gestalten, dass Mitarbeiter/in und Roboter sicher zusammenarbeiten können.


Am Symposium für Anlagensicherheit im November 2018 war aber nicht nur die physische Zusammenarbeit von Maschine und Mensch wichtig. Die psychische Auseinandersetzung mit einer immer noch Misstrauen erweckenden künstlichen Intelligenz stand ebenso auf dem Programm. Ist der Mensch ein Auslaufmodell? Hat uns die Technik schon längst überholt und die Digitalisierung dem Cyber-Crime Tür und Tor geöffnet? Oder ergeben sich gerade aus dieser Digitalisierung auch die besten Chancen für Mensch und Anlage?

Durch die Verbindung von technischen und informationstechnischen Komponenten entstehen Anlagen, welche sowohl in Bezug auf die Funktionale Sicherheit, als auch auf die Informationssicherheit, sicher gemacht werden müssen. Klares Ziel der heutigen Anlagensicherheit ist somit das optimale Zusammenspiel von Safety und Security in der Prozessindustrie.


Wer viel misst, misst Mist?

Alles ist messbar: Die Füllstände einer Tankstelle genauso wie Ihre Einkäufe vom letzten Samstag bei einer Supermarktkette. Die Frage ist nur: Wer braucht diese Datenflut? Unternehmen gehen immer mehr weg von Big Data (der Masse an Daten, die sie von Mensch und Anlage erhalten) und hin zu Smart Data, dem destillierten Wissen zu Themen, die sie wirklich interessieren. Zwei Vortragende am TÜV Austria Anlagensymposium beschäftigten sich mit dem Thema: Ing. Stefan Pichl, MBA erzählte über die digitale Betriebsführung bei Salzburg AG und DI Hermann Katz sprach über das Parsimonitätsprinzip: die Datenmenge ist nicht wichtig, die Qualität ist es. Beide Referenten waren sich einig: Daten sind nützlich, um Prozesse zu verbessern. Sie können nicht nur die Effizienz steigern, Know-how sichern und Instandhaltungskosten reduzieren. Sie können auch in die Zukunft sehen und beispielsweise über die Lebensdauer von Anlagen Auskunft geben. Somit kann das Wissen aus Daten ein Differenzierungsmerkmal am Markt sein. 


Mensch, vermessen

Alles ist messbar. Aber darf alles gemessen, bzw. verarbeitet werden? Nein, sagt die neue Datenschutzgrundverordnung, die im Mai 2018 erschien und schon im Vorfeld für Furore sorgte. Ziel der DSGVO ist es, den Mensch und die Information über ihn zu schützen, sagte Mag. Sabine Gölles, MA in ihrem Vortrag. Personenbezogene Daten zu erheben, ist verboten, außer, es besteht ein berechtigtes Interesse oder eine explizite Rechtsgrundlage (z.B.: eine Einwilligung). Die meisten Regeln der DSGVO existierten vorher schon, aber der Strafrahmen ist seit Mai um ein Vielfaches höher: Im schlimmsten Fall wird für die Nichteinhaltung des Datenschutzes 20 Millionen Euro berechnet. Aber nicht nur der Strafrahmen ist gestiegen, auch das öffentliche Interesse an dem Thema. Darin liegt die Chance für Unternehmen: Wenn sich Kunden sicher und geschützt fühlen, ist die Vertrauensbindung ein Wettbewerbsvorteil.


Open house?

Das öffentliche Interesse macht Menschen nachdenklich. Wie gläsern bin ich? Was passiert mit meinen Daten in der Cloud? Und wie kann ich mich vor Phishing schützen? Auch Unternehmen sehen sich mit solchen Gedanken konfrontiert, wobei viele noch der Truthahn-Illusion unterliegen: Wenn mich der Bauer bislang immer gefüttert hat, warum sollte er zu Thanksgiving plötzlich mit dem Messer kommen? Anders gesagt: Wenn es bis jetzt gut gegangen ist, warum sollte mein Unternehmen einer Cyber-Attacke zum Opfer fallen? Dabei ist es keine Frage, ob Sie angegriffen werden, sondern wann. Und ob Sie diese Attacke überhaupt bemerken, bevor es zu spät ist. Ing. Sabrina Steger, MSc, berichtete in ihrem Vortrag über mögliche Angriffsvektoren und sorgte beim Publikum beinahe für Schnappatmung: Moderne Angriffe finden über Fernwartungszugänge statt, über den Router, über Zulieferer mit Schwachstellen in deren Systemen. Die Hacker kommen über USB-Sticks, sie kommen wireless, sie kommen über die Cloud, sie kommen über die Office-IT. Der Faktor Mensch ist auch hier eine Herausforderung: Wir verhalten uns oft so, wie es uns die Technik empfiehlt. Wir klicken auf ein Phishing-Mail, weil ein vermeintliches Systemupdate durchgeführt werden muss. Die Folgen sind Imageschäden, Schäden an der Anlage, aber auch die Gefährdung der Arbeitssicherheit.


Wie schnell eine Cyber-Attacke passieren kann, demonstrierte am Anlagensymposium der Hacking-Europameister Aron Molnar, der sich vor dem faszinierten Publikum in die Systeme einer Tankstelle einloggte und so die Füllstände ablesen konnte. Wer es schafft, diese zu manipulieren, könnte die Tankstelle auch lahmlegen. Damit demonstrierte der Referent, wie wichtig es ist, die eigenen Systeme nach außen abzuhärten. DI Karl Findenig stimmte dem zu und führte weiter aus: Unternehmen sollten sich überlegen, wer auf das Steuersystem zugreifen muss und wer es nicht darf. System-Updates und etwaige bauliche Maßnahmen gegen Abhörung sind weitere Maßnahmen, die IT-Security in der funktionalen Sicherheit zu erhöhen.


Keine Angst vor Veränderung

Das alles verunsichert die Mitarbeiter/innen: Wer sagt dem Greifarm, mit dem ich arbeite, dass er einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten soll? Mitarbeiter/innen stehen Assistenzsystemen oft kritisch gegenüber. Das müssen sie aber nicht: Die Digitalisierung soll Menschen entlasten, gerade in einer Zeit, in der Posten immer weniger nachbesetzt werden und Menschen immer mehr und unterschiedliche Aufgaben erfüllen müssen. Aber: Gekonntes Change Management ist wichtig, wenn es darum geht, den Mensch zur Maschine oder zur Digitalisierung zu bringen. Die Überzeugung der Mitarbeiter/innen ist der Schlüssel zum Erfolg, denn sie müssen die Veränderung zulassen und den Nutzen erkennen. Auch die Politik ist gefragt: Sie muss die Rahmenbedingungen schaffen, um Nutzen und Ethik zu vereinen. Sie muss da sein, um Mensch, Daten und Maschinen gleichermaßen zu schützen.


Der gesetzliche Rahmen

Die Normenlandschaft zu den neuen Herausforderungen in der Industrie 4.0 sind teilweise noch schwammig: In der IEC 61511 Ed.2.0 wird das Security Risk Assessment sehr kurz behandelt und verweist auf andere Normen, so DI Dr. Martin Doktor in seinem Process Safety Medley. Teilweise sind die Normen aber schon recht gut definiert: Das zeigt sich vor allem bei Umbauten an Maschinen. Wenn beispielsweise die Steuerung für eine Roboteranbindung umgebaut wird, stellt sich die Frage, ob daraus eine neue Maschine entsteht oder nicht. DI Georg Trzesniowski unterschied in seinem Vortrag zwischen bestimmungsgemäßer Verwendung und neuer Bestimmung: Wenn eine Maschine so umgebaut wird, dass die bestimmungsgemäße Verwendung laut Hersteller gleichbleibt, muss zwar das ASchG beachtet werden, aber es ist keine neue CE-Kennzeichnung notwendig. Der Umbau der Steuerung für eine Roboteranbindung fällt wahrscheinlich darunter. Wenn an der Maschine jedoch eine solch tiefgreifende Veränderung vorgenommen wird, dass die Bestimmung eine andere wird, dann wird der Betreiber der Maschine zum Hersteller – ein neues CE ist daher notwendig. Beispielsweise gilt das, wenn die Bestimmung einer Maschine von Lastenheben auf das Heben von Personen geändert wurde. 


Der gemeinsame Nenner

Ein Betrieb besteht aus unterschiedlichen Interessen: Der Einkauf zieht in die eine Richtung, die Produktion in die andere. Wenn das Geschäftsziel in der Mitte liegt, dann muss der Winkel zwischen allen Interessensgebieten verringert und dorthin gezogen werden, wo das Geschäftsziel liegt, so DI Dr. Joachim Rajek in seinem Vortrag über die ISO 55001. Asset Management ist geistige Klammer eines Unternehmens, also der Überbau zum Erfolg und meint alles, was Wert für die Organisation und die Stakeholder schafft. Asset Management inkludiert Produktions-Anlagen genauso wie die Mitarbeiter/innen, Verträge genauso wie die Marktposition. Wenn das Asset Management in einem Unternehmen optimiert wird, dann sollten alle an einem Strang ziehen und das gleiche Ziel haben - so können auch tiefe Interessens-Gräben mit Kompromissbereitschaft überwunden werden. 

 

Der unterschiedliche Antrieb und unterschiedliche Ziele zeigen sich auch bei Genehmigungsverfahren, wenn 3 Interessensgruppen aufeinander treffen: Unternehmen, Behörden und Nicht-Amtliche Sachverständige. Rasche Lösungen vs. Unterlagenforderungen, Normenflut vs. sorgsame Prüfung – wohin geht die Kommunikationskultur? In der Podiumsdiskussion wagten Ing. Andreas Schnitzer (Nicht-Amtlicher Sachverständiger), Mag Peter Plöbst (Amt der Steiermärkischen Landesregierung) und DI Torschitz (voestalpine VAE GmbH) einen Verständigungsversuch. Ein Konsens konnte schließlich unter anderem mit dem Appell erreicht werden: Es ist nicht wesentlich, wie viele Unterlagen Sie einreichen, sondern wie wesentlich diese für das Projekt sind. Sind Unterlagen unvollständig, wird von der Behörde nachgefragt, was angesichts des steigenden Zeitdrucks für eine Verschiebung der Deadline sorgen könnte.


Ganz automatisch

Der Mensch muss immer noch denken, auch wenn die Maschine oft lenkt. Wichtig ist dies besonders bei gefährlichen Arbeiten, wie dem Abstellen und der erneuten Inbetriebnahme einer Maschine, beispielsweise bei Wartungsarbeiten. Die Abläufe beim ‚Lockout und Tagout‘ sollten definiert werden, so DI Jürgen Schulik in seinem Vortrag. Betriebsanleitung helfen dabei: je kürzer, knackiger und aktueller, desto mehr ist die Arbeitssicherheit gewährleistet. Dennoch sollte man sich auf die Piktogramme nicht immer verlassen: Ein persönlicher Kontrollblick, wie beim Straßenverkehr, beugt Fehlern vor.

 

Wer Anleitungen schreibt, der sollte auch das einbeziehen, was andere wahrnehmen, vor allem unterbewusst. Michael Kruger beschrieb in seinem Vortrag über die Sozialpsychologie im Risikomanagement, was Menschen antreibt: unterbewusste Handlungen. Die bevorzugt das Gehirn, weil es weniger Energie kostet. Wer weiß, wie das Unterbewusstsein funktioniert, kann das Verhalten von Menschen beeinflussen, so sein Fazit.


So viel steht fest

Trotz steigender Digitalisierung, trotz Robotik und einer teilweise noch recht unangepassten Normenlandschaft, sind es immer noch Menschen, die in Unternehmen arbeiten und diese Unternehmen leiten. Diese Menschen mögen unterschiedliche Ziele und Erwartungen haben, aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie wollen „safe“ in die Arbeit kommen und „secure“ wieder nach Hause. 

Wir danken allen Referenten für zwei spannende Tage im Schloss Seggau und freuen uns auf ein Wiedersehen, zum Beispiel beim TÜV AUSTRIA Kraftwerksymposium im September 2019.

 

 

  • Feuer gefangen in Salzburg: Der TÜV AUSTRIA Brandschutztag 2018 (Oktober 2018) 

Es reicht nicht das Feuer wieder einzufangen, wenn es ausgebrochen ist. Wichtig ist die Prävention – wie Brandschutzverantwortliche das Risiko eines Brandes verringern können, erklärten die Referenten am TÜV AUSTRIA Brandschutztag 2018.TÜV AUSTRIA AKADEMIE

 

110 Teilnehmer/innen am TÜV AUSTRIA Brandschutztag brannten im Oktober für ein Thema: dem rechtlichen, technischen und organisatorischen Brandschutz. Die Experten erklärten einen Tag lang die Regelwerke im Brandschutz und wie sie in den verschiedensten Brandschutzmaßnahmen Verwendung finden, um Menschenleben und Sachwerte im Unternehmen zu schützen.


Alles nur Fassade?

Wenn ein Raum brennt, kann das Feuer auf die Fassade übergreifen: Die Fenster brechen, der Brand wird in den nächsten Stock weitergeleitet und dringt dort in den nächsten Raum ein. Das lässt sich aber mit entsprechenden Fassadenelementen verhindern - Bmstr. DI Andreas Kloiber und DI Dieter Werner MSc. erläuterten in ihrem Vortrag, welche Brandschutzmaßnahmen zu welchem Fassadensystem passen und fokussierten sich dabei auf die Gebäudeklasse 4. Ihr Appell: Ein Klassifizierungsbericht, Unterlagen zur Ausführung und gegebenenfalls ein Prüfzeugnis helfen dabei, die Brandverhaltensklasse der Fassadenelemente festzustellen. 


Anlagen richtig durchleuchten

Ein weiteres, probates Mittel, um dem Fehlerteufel auf die Spur zu kommen, ist die Thermografie, die vor allem in der Elektrotechnik zur Instandhaltung eingesetzt wird. Der Vorteil: Die Untersuchung verursacht keine Betriebsunterbrechung – punktuelle Schwächen können besser erkannt und rasch saniert werden. Regelmäßige Temperaturmessungen beispielsweise an Schalt- und Photovoltaikanlagen können Auffälligkeiten vorhersehen, bevor sie zu einem Ausfall oder Brand führen. Dabei kommt es aber auf die Anlage an, wie oft die Thermografie zum Einsatz kommen soll.

Sehen Sie es als Vorsorgeuntersuchung: Ein regelmäßiger Check beugt bösen Überraschungen vor!


Richtlinien für den Rauchstopp 

Das Feuer und der Rauch, sie suchen sich ihren Weg – oft sind es die Lüftungsschächte, die den Rauch im Gebäude verteilen. Um das zu verhindern, werden Brandschutzklappen und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen eingesetzt. Die Auswahl ist aber gar nicht so einfach, meinte Ing. Andreas Fragner in seinem Vortrag rund um den Brandschutz in Lüftungs- und Klimaanlagen. Brandschutzklappen müssen für den jeweiligen Einsatz klassifiziert werden. Die Feuerwiderstandsklassen sind in den OIB-Richtlinien nachzulesen.


Apropos Richtlinien: Fast schon traditionell stellte SV ing. Leo Ballek die Regelwerke im Brandschutz vor. Und die sind zahlreich: Die Rechtsprechung versucht jede noch so kleine Lücke zu schließen, die zu einem Großbrand führen könnte. Es gibt Richtlinien zu Fluchtwegen, zur Löschhilfe, zur Kennzeichnung der Fluchtwege. Es gibt Normen zu Bauprodukten, Brandmeldeanlagen, Starkstromanlagen. Die OIB-Richtlinien werden voraussichtlich 2019 angepasst: Sie regeln unter anderem die Ausbreitung von Feuer auf andere Bauwerke und die Ausbreitung von Feuer und Rauch innerhalb des Bauwerkes. Die Feuerpolizeigesetze sind je nach Bundesland teils unterschiedlich und betreffen die Lagerung brandgefährlicher Materialien und die Aufgaben und Ausbildung von Brandschutzorganen. 


Im Notfall richtig gerüstet

Brandschutzbeauftragte übernehmen eine wichtige Funktion: Im Ernstfall verlässt sich die Feuerwehr darauf, dass sie ihren Job richtig gemacht haben. Erwin Gütl veranschaulichte am TÜV AUSTRIA Brandschutztag, wie Steigleitungen und Wandhydranten beschaffen sein sollten, damit die Feuerwehr im Notfall rasch eingreifen kann. Der Referent verwies außerdem auf die Führung eines Kontrollbuches und die jährlichen Überprüfungen – alle Mängel müssen instand gesetzt werden!

 

Weiter. Kommen. Auch im Brandfall.

Wenn ein Gebäude brennt, zählt für die Feuerwehr jede Sekunde. Feuerwehraufzüge können dabei helfen: Sie befördern die Feuerwehr in die oberen Stockwerke von Hochhäusern, die andererseits nur mit größtmöglicher Kraftanstrengung zu erreichen wären. Andere Aufzüge können das Risiko senken, dass Passagiere im Brandfall stecken bleiben: per automatischer oder manueller Rücksendeeinrichtung – der Aufzug fährt im Brandfall in eine vorgegebene, ungefährliche Position und verharrt dort. Die Grundprinzipien veranschaulichte Ing. Thomas Maldet, der auch auf die wiederkehrende Prüfung verwies: Die Wirksamkeit dieser Rücksendeeinrichtung sollte dabei ebenfalls getestet werden!


Fachübergreifend

Oft müssen Brandschutzbeauftragte mit anderen Fachbereichen kooperieren, um den Brandschutz im Betrieb zu gewährleisten. Wie Maschinensicherheit und Brandschutz Hand in Hand gehen, erzählte Manfred Schorn in seinem Vortrag über den Brandschutz bei Maschinen. Ganz leicht kann es nämlich passieren, dass der Anwender einer Maschine plötzlich zum Hersteller wird, zum Beispiel bei Veränderungen an der Maschine oder bei einer kombinierten Verwendung, die nicht vorgesehen war -  in diesem Fall trägt der Geschäftsführer bzw. der Brandschutzbeauftragte die Verantwortung. Manfred Schorn riet zu einer Risikoanalyse, um das Brandrisiko besser einschätzen zu können und die Brandschutzmaßnahmen zu steuern. Sein Appell: Lassen Sie sich in dem Bereich weiterbilden oder ziehen Sie eine externe Stelle zu Rate, um Risikoanalysen durchzuführen.

Neben den Fachvorträgen gab es am TÜV AUSTRIA Brandschutztag auch genügend Zeit, um mit Kolleg/innen zu netzwerken und mit den Ausstellern der kleinen Messe im Nebenraum zu fachsimpeln. Humoriges kam von Kabarettist Klaus Eckel, der mit Auszügen aus seinem neuesten Programm nach dem Mittagessen für Stimmung sorgte. 

 

 

  • Knifflige Vorarbeit leisten: Mit Qualitätsmanagement zum Geschäftserfolg (Oktober 2018)

Um die hohen Qualitätsstandards zu halten, gibt es für Unternehmen viele Wege, die zum Ziel führen. Welche das sind, erfuhren die Teilnehmer/innen am TÜV AUSTRIA Qualitätstag, der jährlich von der TÜV AUSTRIA Akademie veranstaltet wird.

Am 18.10. war es wieder soweit: Im Palais Niederösterreich fanden sich 160 Teilnehmer/innen aus den unterschiedlichsten Branchen ein, um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess in ihrem Unternehmen voranzutreiben. Manchmal wird aber genau der zur Sisyphusarbeit – vor allem in einer immer komplexer werdenden Umgebung, in der es mehr Variablen als Sicherheiten gibt.


An der Basis basteln

Ausschreibungen hocheffizient abwickeln, und das bei der Vielzahl an Verträgen? Es ist schwer, aber nicht unmöglich, so Jürgen Unger von Bundesbeschaffungs GmbH. In seinem Vortrag beschrieb er den Einkauf als massiven Hebel im Qualitätsmanagement. Eckpfeiler dieses Qualitätsmanagements sind die Evaluierung von Lieferanten im Vorfeld und die strikte Überprüfung der Qualität, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit externen Prüfinstituten. 


Komplex sind auch die Herausforderungen im Gesundheitswesen, vor allem in Zeiten des Mitarbeiter- und Ärztemangels. Das Qualitätsmanagement voranzutreiben, während es an der Basis mangelt, ist für viele Mitarbeiter/innen schwierig, sagt Elke Poßegger von TÜV AUSTRIA. Qualitätsmanagement zur Prävention ist auch hier das Schlüsselwort: Damit alle gesund bleiben, muss das Gesundheitsbewusstsein erst geschaffen werden, es muss Teil der Unternehmensphilosophie werden.


Gut geschult ist besser gearbeitet

Gesund zur Arbeit, gesund wieder nach Hause – das ist auch das Credo von Martin Kotrbelec & Jörg Brandl von TPA Gesellschaft für Qualitätssicherung und Innovation GmbH. Sie stellten in ihrem Vortrag die ISO 45001 in den Vordergrund und berichteten von ihren Erfahrungen mit der Norm. Schulung, Schulung, Schulung und dadurch Bewusstseinsbildung für die Risiken auf einer Großbaustelle helfen dabei, Arbeitsunfälle zu reduzieren und Gefahren richtig einzuschätzen. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit! Plus: Ohne Bekenntnis der Geschäftsführung zu den Maßnahmen im Bereich der Arbeitssicherheit verpuffen die Bemühungen selbst der motiviertesten Sicherheitsbeauftragten.


Wie alle Beteiligten zu einem besseren Qualitätsverständnis kommen, erklärte Patricia Leonhardsberger vom Fonds Soziales Wien. Der Fonds hat sein Qualitätsmanagementsystem nach der ISO 9001:2015 zertifizieren lassen und will damit sein Qualitätsmanagement leben und beleben. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Führungskräfte gelegt. Tipp: Der Nutzen eines Qualitätsmanagements wird besser erkannt, wenn Teams in Form von Best-Practice Modellen voneinander lernen können und Experimente als positiver Motor zugelassen werden.


Wissen erwerben, um Geschäftserfolge zu feiern - Thomas Steindl von Borealis Polyolefine GmbH lieferte am TÜV AUSTRIA Qualitätstag den Praxisbericht, wie Wissensmanagement im Labor eines Produktionsstandortes eingesetzt wird. Er sah den Umgang mit Wissen als Schlüsselfaktor für das Funktionieren von Betrieben. Die Herausforderung für Unternehmen besteht aber darin, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mitarbeiter/innen unter einen Hut zu bringen. Schließlich sind es die Mitarbeiter/innen, die dieses Wissen bewahren, verteilen und vor allem erwerben sollen.


Die ‚gewusst-wie-Strategie‘

Othmar Hill ist Wirtschaftspsychologe und Gründer der Personal- und Managementberatung HILL International. In seiner Key Note unterschied er zwischen Komplexität und Kompliziertheit: Kompliziertheit kann man bekämpfen, indem man genau arbeitet. Komplexität zu bekämpfen, ist schwieriger: Meistens wissen Mitarbeiter/innen noch nicht, wie kompliziert eine Aufgabe wird – hier ist strategisches Denken gefragt, aber auch intuitive Techniken und Mikroskills wie Zeichnungen. Eine große Herausforderung ist aber auch die Personalbesetzung: Damit ein Betrieb Erfolge feiern kann, muss das Potential der Mitarbeiter/innen voll genützt werden. Ein Test hilft dabei, den Status quo zu erheben und unentdecktes Talent zum Vorschein zu bringen. 


Referent Markus Ernst widmete sich ebenfalls dem Ist-Zustand, diesmal in der Automobilindustrie: Gerade dort sind die Standards hoch, die Normen zur funktionalen Sicherheit, zu Entwicklungsprozessen oder der Software sind genauso zahlreich wie die Qualitätsmanagement-Methoden. Es gibt aber auch Grenzen, zum Beispiel ineffiziente, unstrukturierte Daten oder limitierte Ermittlungen. Innovative Qualitätsmethoden, die auch die Rahmenbedingungen miteinbeziehen, sollten daher so früh wie möglich eingesetzt werden, um Fehlern vorzubeugen. Es gilt: Je später ein Fehler erkannt wird, desto kostspieliger wird er.


Ronald Schranz von Brunswick Group erweiterte diesen Gedankengang um eine weitere Herausforderung: Die gröbsten Fehler passieren nämlich in der Vorbereitung. Damit sich ein Vorfall nicht zu einer echten Krise ausweitet, ist daher ein optimales Management gefragt. So können sowohl wirtschaftliche Schäden im Unternehmen als auch Gesundheitsschäden vermieden werden.


Fazit: Qualitätsmanagement schließt den ganzen Lebenszyklus eines Produktes ein. Es schließt die Umgebung ein, die Lieferanten, Behörden, Eigentümer, natürlich auch die Kunden. Aber Qualitätsmanagement inkludiert auch die Mitarbeiter/innen und Führungskräfte eines Unternehmens, das sich nur dann verbessern kann, wenn dieses Qualitätsmanagement aktiv gelebt wird.


Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer/innen und Referent/innen für diesen wissenswerten Expertentag und freuen uns auf eine Wiedersehen im Oktober 2019!

 

 

  • Normenrevision ISO 22000:2018: Sicher(er)e Lebensmittel

Die neue ISO 22000:2018 wurde im Juni 2018 veröffentlicht. Ihr oberstes Ziel ist es, die Sicherheit von Lebensmitteln zu gewährleisten und diese im Unternehmen zu verankern. Wir haben dazu einen Experten befragt.

 

 „Das Thema Lebensmittelsicherheit wird komplexer. Einerseits werden die Konsumenten sensibler und es müssen immer mehr Nachweise bereitgestellt werden, wie zum Beispiel für die Herkunft eines Rohstoffs oder die Güte einer Verpackung. Andererseits ist die Lebensmittelindustrie eine sehr agile Branche, wo ein zunehmender Automatisierungsgrad bei gleichzeitig immer flexibleren Kundenanforderungen zu beobachten ist“, erklärt TÜV AUSTRIA Lebensmittelexperte Stefan Hackel, weshalb die Normenrevision im Lebensmittelbereich notwendig war. Die turnusmäßige Normenrevision ist ein wichtiger Bestandteil des generellen Lebenszyklus einer freiwilligen Norm und die Überprüfung bzw. etwaige Überarbeitung erfolgt in der Regal alle fünf Jahre.


Kombination mit anderen Normen leicht gemacht

Bei ISO 22000 steht vor allem die Lebensmittelsicherheit im Vordergrund und wird als Ziel in alle für die Lebensmittelsicherheit relevanten Unternehmensprozesse eingebunden. Eine der wohl wichtigsten Änderungen der revidierten Norm ist die Orientierung an der High Level Structure (HLS), die es Unternehmen, die bereits eine Zertifizierung und somit beispielsweise ein ISO 9001 Handbuch haben, erleichtert, auch ISO 22000 zu implementieren. Zudem lässt die neue Norm Unternehmen mehr Handlungsspielräume. Das bedeutet, dass z.B. kein eigenes Handbuch mehr zwingend erforderlich ist und generell die Anzahl der notwendigen Dokumente im Zuge der Revision etwas verringert wurde. „Prinzipiell kann ab sofort auf die neue Norm umgestellt werden. Die Lebensmittelbranche ist ein sehr sensibler Bereich, wo es sicherlich von Vorteil ist, die Qualitätssicherung innerhalb eines Unternehmens sehr breit aufzustellen. Umso eher der Wechsel stattfindet, desto schneller ist für das Unternehmen der Mehrwert eines prozessorientierten Standards merkbar“, rät der Experte hinsichtlich Umstieg auf die revidierte Norm.


Komplettlösung im Lebensmittelbereich

TÜV AUSTRIA bietet im Lebensmittelbereich einerseits ein hauseigenes Aus- und Weiterbildungsangebot mit einschlägigen Schulungen und Seminaren, andererseits eine Zertifizierung von Unternehmen nach ISO 22000. Hier wird im Rahmen eines Zertifizierungsaudits überprüft, ob die Anforderungen der Norm eingehalten und auch in der Unternehmenspraxis tatsächlich gelebt werden.  


Über Dr. Stefan Hackel: Der Lebensmittelexperte ist Leiter des Konzern-Qualitätsmanagement bei VIVATIS.

 

 

 

  • Neue Norm: ISO 50001:2018 veröffentlicht!

Die Norm ISO 50001 legt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem international fest. Die Einführung eines TÜV AUSTRIA AKADEMIEEnergiemanagementsystems nach diesen Vorgaben unterstützt Unternehmen, Energieeffizienz dauerhaft in den relevanten Abläufen zu verankern. 
Das verbesserte Energie Management System (EnMS) ISO 50001:2018 bringt einige Vorteile, zum Beispiel: 

 

  • Einfache Integration zu anderen Managementsystemen, wie ISO 9001:2015 sowie 14001:2015, durch die High-Level Structure
  • Fokus auf Trends, Wettbewerbsfähigkeit, Risiko-Analyse und strategischen Geschäftsthemen
  • Verstärkte Darstellung von Energieeffizienzsteigerungen – Fokus auf Messbarkeit des ENMS
  • Verbesserung der Userfreundlichkeit mit klareren Begriffen, Definitionen und vereinfachter Inhaltsübersicht
  • u.v.m.

Wie Sie die neuen Anforderungen optimal in Ihrem Betrieb integrieren, erfahren Sie in den folgenden Kursen: 

  • Die ISO 5000
    Bewertung gem. EEffG: Gebäude 1 Punkt, Prozesse 1 Punkt, Transport 0 Punkte
    Alles über die Anforderungen der ISO 50001 an ein Energiemanagementsystem!
  • Umsetzungsworkshop zur ISO 50001:2018 
    Erfahren Sie praxisnah, wie Sie die neuen Normanforderungen bestmöglich umsetzen können, und wie Sie sich auf die neue Norm vorbereiten können.
    Schulungsinhalte:
    Anforderungen der ISO 50001:2018 • High Level Struktur, neue Normforderungen • Änderungen der ISO 50001:2018 im Vergleich zur ISO 50001:2011 • Integration der neuen Normanforderungen in bestehende Managementsysteme • Energiekennzahlen • Energiedatenerfassung, Analyse und Bewertung von Prozessen • Umsetzung von Verbesserungspotentialen
  • Ausbildung zum/r zertifizierten Energiemanager/in TÜV® 
    Als Energiemanager/in beraten und unterstützen Sie die Unternehmensleitung hinsichtlich Energieeffizienzmaßnahmen. Sie leiten die Umsetzung von Energieprojekten in der betrieblichen Praxis und bewerten diese auf wirtschaftlicher Ebene. 

 

 

  • Sicherheit schafft Mehrwert für Betriebe: Erfolgreiche Ansätze aus der Praxis (Oktober 2018)

Wie Sicherheitsfachkräfte den Arbeits- und Gesundheitsschutz optimieren können und zum betrieblichen Erfolg beitragen können, zeigte der TÜV AUSTRIA Sicherheitstag am 4.Oktober in Vösendorf.

Der Expertentag, der jährlich von der TÜV AUSTRIA Akademie veranstaltet wird, bot auch diesmal wieder ein abwechslungsreiches Tagungsprogramm für die Schlüsselkräfte der Arbeitssicherheit. 


Mehr Daten sind das neue Öl.

Das Bedürfnis nach Sicherheit ist in uns Menschen tief verankert. DI Dr. Stefan Haas (CEO der TÜV AUSTRIA Holding) untermauerte dies in seiner Eröffnungsrede durch die Maslow´sche Bedürfnis-pyramide. Unmittelbar nach Erfüllung der physiologischen Grundbedürfnisse steht das Sicherheits-bedürfnis als nächst wichtige Ebene. 
Durch die immer stärker werdende digitale Vernetzung hat der Schutz der persönlichen Daten stark an Bedeutung gewonnen. Ing. Arno Lippmann (TÜV AUSTRIA Trust IT) fasste zusammen, was sich seit dem Wirksamwerden der DSGVO im Mai 2018 getan hat. Die Datenschutzgrundverordnung ist ein Verbotsgesetz: Um personenbezogene Daten verwenden zu dürfen, bedarf es stets einer Legitimation. Ob eine Kollegin schwanger ist, dürfen Sicherheitsfachkräfte z.B. nur dann wissen, wenn diese hierzu ihre Einwilligung erteilt hat. Das Fazit lautete: Es ist von Fall zu Fall zu prüfen, wie man Daten erhalten hat, ob ein berechtigtes Interesse besteht und zu welchem Zweck die Daten verwendet werden.


Mehr Gefahr durch unsichtbare Arbeitsstoffe

Gefährliche Arbeitsstoffe kommen an fast jedem Arbeitsplatz vor. Sie können zu Bränden, Explosionen, Hautreizungen, Atemwegserkrankungen oder Krebs führen. Oft sind Arbeitnehmer/innen diesen Stoffen ausgesetzt (z.B. Putzmittel), die Auswirkungen sind jedoch erst viel später bemerkbar. 
Bei 90 % der Krebserkrankungen werden kanzerogene Arbeitsstoffe nicht als Verursacher erkannt. Die Expertin für technischen Arbeitnehmer/innenschutz, DI Uta Remp-Wassermayr (Sozialministerium), präsentierte, welche Schutzmaßnahmen Betriebe setzen können, um das Risiko zu minimieren. Sie empfiehlt eine auf den jeweiligen Betrieb abgestimmten Strategie: Identifikation der relevanten Gefährdungsfaktoren, Substitution durch nicht gefährliche oder weniger gefährliche Stoffe, Anpassung der Rangfolge der Schutzmaßnahmen, Schaffung einer effektiven Arbeitsschutzorganisation durch Einbeziehung der Mitarbeiter/innen.


In seinem Experimentalvortrag über brennbare Gase zeigte Ing. Florian Baldinger (Linde Gas) eindrucksvoll, welche Kräfte bei der Explosion von Butan, Wasserstoff und Acetylen freiwerden und was beim sicheren Umgang zu beachten ist. Die Sicherheitsfachkräfte erfuhren z. B., dass brennender Wasserstoff nicht nur unsichtbar, sondern auch heißer im Vergleich zu Benzin ist. Das Flüssiggas (ein in Flüssigkeit gelöstes Gas) Propan ist farb- und geruchlos und ist auch in Haushaltsprodukten (Spraydosen, Brennstoff beim Grillen) zu finden. Wie Gase leicht zu erkennen sind, erklärte der Gasexperte am Beispiel „Bananenaufkleber“: Gefahrgutaufkleber auf der Flaschenschulter geben Aufschluss über die Gefahrenklasse. Für häufig verwendete Gase wie z.B. Acetylen gibt es spezielle Aufkleber.


Mehr Wert durch System

Dass Managementsysteme helfen, den Arbeits- und Gesundheitsschutz besser zu machen, weiß Ing. Alexander Ladich (TÜV AUSTRIA Services). Er lieferte ein Update über die neue ISO 45001, die den Aufbau eines Integrierten Managementsystems erleichtert – und somit auch die Arbeit der Sicherheitsfach-kräfte. Eine der wesentlichsten Veränderungen ist die High-Level-Structure: Die Grundbegriffe sind ident, die einzelnen Kapitel lassen sich jetzt gut miteinander vergleichen. Zu den Schlüsselfaktoren zur erfolgreichen Umsetzung im Betrieb zählen neben dem Commitment der obersten Leitung und der Kommunikation auch die regelmäßige Einbindung der Mitarbeiter. 


Managementsysteme bringen einen Mehrwert für Unternehmen. Wie dies einem deutschen Unternehmen gelungen ist, erläuterte Mag. Martina Molnar (Humanware). Zur Verbesserung des Sicherheitsmanagements wurde ein unternehmensweites Projekt gegründet, in dem die Mitarbeiter/innen zur Mitgestaltung ihrer Arbeitsbedingungen aufgerufen wurden. Die Gefährdung durch psychische Belastungen wurde beurteilt, Handlungsschwerpunkte gesetzt und Maßnahmen abgeleitet. Infolge konnten Reibungsverluste minimiert und die Arbeitsqualität gesteigert werden. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung leisteten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele.


Mehr Service für die Sicherheitsfachkräfte

Mit welchen Anliegen sich Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen an die Ombudsstelle wenden, erfuhren die Besucher/innen von Ing. Tony Griebler, dem neuen Ombudsmann des Arbeitsinspektorats. Dass die Sicherheitsfachkräfte selbst viele Serviceleistungen erbringen, davon wusste Ing. Hellfried Matzik (TÜV AUSTRIA) zu berichten. Sie bilden eine starke Stütze im Kreise der Betrieblichen Beauftragten, die umfangreiche Aufgaben zu meistern haben.  


Sehr witzig!

Bestimmt gesundheitsfördernd war der Auszug aus dem brandaktuellen Kabarettprogramm „Sonntagskinder“ von Kabarettist Gery Seidl. Sein pointenreiches Programm förderte die Bauchmuskulatur. Der Sicherheitstag bewies: „Tagen ist gesund!“

 

 

  • Nachlese – 1. TÜV AUSTRIA Brandschutzforum für Seilbahnen und Schlepplifte 2018 (September 2018)

Wie das Schutzziel „Personenrettung durch Funktionserhalt der Seile“ bei Seilbahnen und Schleppliften im Brandfall umgesetzt werden kann, haben 32 Besucher/innen am 20.09.2018 hautnah und brandaktuell in Salzburg erfahren. Hier fand neben dem EU Gipfel - ein weiteres Highlight - das 1. TÜV AUSTRIA Brandschutzforum für Seilbahnen und Schlepplifte statt, das die TÜV AUSTRIA Akademie veranstaltet hat.


Sensibilisierung für Brandgefahren und Haftungsfragen
Im Fokus standen Brandlasten entlang der Seilbahnstrecke und vor allem die Sensibilisierung für Brandgefahren sowie die Haftung im Brandfall. Die Teilnehmer/innen waren ein Fachpublikum, das sich seit vielen Jahren dem Brandschutz verschrieben hat. Doch bekanntermaßen ist dieses Gefühl der Erfahrung trügerisch: Es wiegt in Sicherheit und sorgt für Betriebsblindheit.  

 

Für Abhilfe konnte hier mit Sicherheit das 1. TÜV AUSTRIA Brandschutzforum für Seilbahnen und Schlepplifte sorgen. Anhand acht ausgewählter Fachvorträge thematisierten die Referent/innen Brandgefahren sowie Haftungsfragen, die beispielsweise durch bauliche Begebenheiten der Seilbahn, diverse Gefahren und Situationen sowie in den verschiedenen Höhenlagen am Weg zur Bergstation auftreten können. Diese können bei Heißarbeiten zur Instandhaltung oder durch Umbauten in der Talstation entstehen, bis hin zu Gasöfen, zum Heizen der Bergstation auf 3500 Höhenmetern. 


Auch nahe der Seilbahn gilt es stets die Augen offen zu halten, nämlich bei Gastronomen, oder wie TÜV AUSTRIA Services Referent, Alfred Wallenta, sie schmunzelnd nannte: „dem natürlichen Feind des Brandschutzbeauftragten einer Seilbahn“. Gäste, Warenlagerung sowie Veranstaltungen, vor allem mit Pyrotechnik, verändern die Bedingungen an den Brandschutz stetig und erfordern präventive Maßnahmen, angepasst an die jeweilige Situation.


Weiters beleuchtete Ing. Leopold Flasch vom Verkehrs-Arbeitsinspektorat die verschiedenen Szenarien aus rechtlicher Sicht, entsprechend dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz. Dr. Wolfgang Schubert klärte Haftungsfragen hinsichtlich der Fluchtwege sowie im möglichen Brand- oder Notfall durch beispielsweise fehlendes Geländer am Fluchtweg. Er machte darauf aufmerksam, dass es einen Verantwortlichen geben muss und die Haftung nicht in der Talstation endet, sondern die Anrainer mit einbezieht, die nur kurz Schifahrer/innen am Parkplatz aussteigen lassen.


SV Ing. Leopold Ballek hat die Herausforderungen der Brandbekämpfung veranschaulicht, welche die Höhenlagen bei Seilbahnanlagen oftmals mit sich bringen, wie Löschwasserversorgung, die Erreichbarkeit durch die Feuerwehr oder die Funktionstüchtigkeit von Feuerlöschern bei Minusgraden. Dazu hat er Lösungen aufgezeigt, um das Schutzziel der Personenrettung bei Funktionserhalt der Seile zu erreichen. Dem Funktionserhalt der Förderseile hat sich auch die Firma Doppelmayr/Graventa, Weltmarktführer im Seilbahnbau verschrieben. Vertreter Ing. Gerd Dür hat dazu einen Einblick gewährt.


Unter dem Motto „Oft muss erst etwas passieren, damit etwas passiert“, hat SV Ing. Martin Swoboda auf die Gefahren bei Feuer- und Heißarbeiten hingewiesen, welche oft unachtsam durchgeführt werden. Die Folgen des Funkenflugs können für Personen und das Unternehmen verheerend sein. Damit während eines Brandfalles aufgrund dieses Funkenfluges so wenig wie möglich passiert, wurden im Laufe der Jahre viele nichtbrennbare Materialien entwickelt und geprüft. Diesem Thema hat sich Ing. Hannes Vittek vom Institut für Ökologie, Technik und Innovation gewidmet und gezeigt, auf welche Prüfnormen zB. bei Möbelstoffen zu achten ist.


Die Teilnehmer/innen des Brandschutzforums konnten zwischen den spannenden Fachvorträgen und der hervorragenden Bewirtung zusätzlich die Gelegenheit zum Austausch mit verschiedensten Vertretern der Seilbahnbranche sowie mit Referenten nutzen. Der Grundstein zum Branchentreff ist also gelegt und wird am 03.10.2019 voraussichtlich im Zeichen der neuen Brandschutznorm prEN 17064 fortgesetzt.


Wir freuen uns Sie 2019 wieder begrüßen zu dürfen!


Am 03.10.2019 findet das TÜV AUSTRIA Brandschutzforum für Seilbahnen und Schlepplifte 2019 wieder in Salzburg statt. Jetzt anmelden bei Frau Rottenbücher unter sandra.rottenbuecher(at)tuv(dot)at 

  • Die Cyber-Welt: Unendliche Weiten für Cyber-Krieger (September 2018)

Ilijana Vavan vom Europe Kaspersky Lab schockierte am ersten Symposium IT- und TÜV AUSTRIA AKADEMIEDatensicherheit am TÜV AUSTRIA Campus mit folgenden Zahlen: Die Folgen von Cybercrime kosteten 2017 die Welt 600 Milliarden Dollar – das ist 4x mehr als für die internationale Raumstation ausgegeben wurde. 

Der Cyber-Raum ist zu einem ausgedehnten Kampfraum für Cyberkriminelle geworden. Die Art der Angriffe hat sich aber im Lauf der Jahre verändert: Unternehmensdaten werden systematisch und zielsicher abgezogen – oft vergehen Monate, bis sie ihre volle Schlagkraft entfalten und nicht nur finanziellen, sondern auch enorm hohen immateriellen Schaden anrichten. Cyber-Krieger erwerben im Darknet Schadsoftware (Malware) um wenig Geld und verwischen ihre Spuren durch ausgeklügelte Transaktionen. Neu an der Dramaturgie im Cyber-Krimi sind auch die Haupt- und Nebendarsteller: Straßenkriminelle arbeiten eng mit Online-Kriminellen zusammen, Attacken auf Geldautomaten sind im Aufwärtstrend, meinte Vavan von Kaspersky Lab. 

 

Im Visier der Hacker: Das Internet der Dinge

Das Internet of Things wird zum Internet of Threats. Bis 2020 werden weltweit 50 Milliarden Dinge miteinander kommunizieren. Intelligente Kühlschränke, sprachgesteuerte Assistenten und selbstfahrende Autos machen unser Leben zwar einfacher, bringen aber große Gefahren mit sich. Denn durch die zunehmende Vernetzung der intelligenten Dinge steigt auch die Zahl der Angriffsvektoren für Hacker. Mikro-Chips im Körper zur Messung von Blutwerten und die „SmartCat@Home“ sind längst zur Realität geworden. Tatsächlich stehen wir jedoch erst am Anfang der Digitalisierung, denn 99 Prozent der Welt sind noch nicht digitalisiert. Dass sich das rasch ändern wird, steht außer Frage. Unternehmen sind also dazu aufgerufen, ihre Digitalisierungsstrategie zu planen und die Transformation als Chance zu nutzen. Wie das geht, erfuhren die Teilnehmer/innen am Nachmittag des IT- und Datensicherheitssymposiums in Form von interaktiven Workshops.


Smarte Cyber-Ritter
Wie kann man sich gegen Angriffe aus dem Internet wehren? Unternehmen und Behörden wie z.B. das Österreichische Bundesheer und das Bundeskriminalamt sind gleichermaßen gefordert. So kann die Digitale Landesverteidigung den Cyber-Raum nur durch Kooperation mit anderen Stellen (öffentlich und privat) schützen. Damit Phishing-Mails, CEO-Fraud und Ransomware (Erpresser-Software) keine Chance haben, sollten Unternehmen ein gesamtheitliches Sicherheitspaket schnüren, das aus den drei Säulen IT-Security, Informationssicherheit und Datenschutz besteht. Weitere Schutzmaßnahmen sind spezielle Mitarbeiterschulungen und das Einführen von Mindeststandards (Passwortvergabe, Zugriffsberechtigungen). 


Unsere Gäste am Podest: Ing. DI (FH) Herbert Dirnberger (Industrial IoT Consultant, Cyber Security Austria), Dipl.-HTL-Ing. Lambert Scharwitzl, MSc, MA (Leiter des Zentrums IKT- und Cyber-Sicherheit, Bundesministerium für Landesverteidigung), Mag. Gerald Reischl (COO, trendingtopics.at), Mag. Leopold Löschl (Leiter des Cybercrime Competence Centers, BKA), Ilijana Vavan (Geschäftsführerin, Europe Kaspersky Lab), Ing. Arno Lippmann (Leiter der TÜV TRUST IT), DI Dr. Manfred Ninaus (Geschäftsführer, Valuemanager Ninaus), Hannes Krösbacher (IT-Consultant, QPI Management) und Thomas Doms (Principal Consultant, TÜV AUSTRIA). 

 

  • Wo der OP-Handschuh drückt - das war der TÜV AUSTRIA Medizinproduktetag 2018 (Juni 2018) 

In der Gesundheitsbranche steht die Patientensicherheit an oberster Stelle. Die Anforderungen an die Qualität von Medizinprodukten steigen, jedoch genauso der Kostendruck. Wie Verantwortliche die Brücke zwischen Sicherheit und Effizienz bauen, erklärten im Juni die Expertinnen und Experten am TÜV AUSTRIA Medizinprodukte-Tag.

 

Betreiber, Hersteller und Händler – sie alle stehen vor neuen Herausforderungen, bedingt durch neue Technologien, neue Normen und den Forderungen nach größerer Kosteneffizienz. Am TÜV AUSTRIA Medizinprodukte-Tag diskutierten die Koryphäen auf dem Gebiet die Chancen und Risiken einer Branche, die sich im Umbruch befindet. 

 

Weit weg vom schadhaften Silikon. 

Nach dem PIP-Skandal wurden die Auflagen verschärft – das Aufsehen rund um Industriesilikon in Brustimplantaten hat für neue Regelwerke gesorgt. Erste Erfahrungen mit diesen Normen wurden am Medizinprodukte-Tag genauso diskutiert wie neue Entwicklungen in der Branche. 

Beispielsweise werden immer mehr Medizinprodukte in IT-Netzwerke eingebunden, was jedoch ein vollständiges Risikomanagement voraussetzt, um etwaige Sicherheitslücken frühzeitig zu beseitigen. Ebenfalls riskant kann der Hausgebrauch von Medizinprodukten werden, vor allem, wenn Patienten keine Erfahrung in der Anwendung haben. Das setzt jedoch eine intuitive, einfache Bedienung der Geräte voraus, ohne lange Gebrauchsanweisung. 

Wie soll das benutzerfreundliche Design eines Home-Care-Produktes gestaltet werden? Wie soll der risikofreie Betrieb von Medizinprodukten sichergestellt und neue Normen umgesetzt werden? 

 

Im Kampf gegen die Viren

Die Lösungsansätze sind so zahlreich wie die Herausforderungen. Die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten könnte in manchen Fällen die Kosten senken. Neue Methoden zur besseren Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten zum Hersteller sollen den Ursprung von Schadensfällen aufdecken. Die Qualitätsnorm für Medizinprodukte EN ISO 13485:2016 soll Stakeholder bei der Umsetzung aller gesetzlichen und inhaltlichen Anforderungen unterstützen. Und Cyber Security und die neue Datenschutzgrundverordnung sollen sicherstellen, dass Gesundheit und Privatsphäre von Anwendern zu keinem Zeitpunkt gefährdet sind. 

Es tut sich also einiges im Gesundheitswesen, um die Qualität von Medizinprodukten zu gewährleisten und die Prämisse aufrecht zu erhalten: Der Patient muss sicher sein und wird es auch in Zukunft bleiben.

 

Dieses Jahr am Podium des Medizinprodukte-Tages: Dipl.-Ing. Volker Sudmann (mdc - medical device certification), Poppy Abeto Kiesse, MSc (GS1 Austria), Dr. Reinhard Berger (AGES), Dr. Volker Lücker (Kanzlei Lücker), Dr. Michael Ring (RnB Consulting), Dr. Stefan Leber, MBA (UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik & Technik), Elke Possegger (TÜV AUSTRIA Hygienic Expert), Hendrik Dettmer (TÜV AUSTRIA IT-Trust). 

 

  • Gelebte Praxis: So sparen Betriebe Energie (Juni 2018)

Der Tag der Energiebeauftragten und -auditor/innen am 14. Juni stand ganz im Zeichen von praktischer Erfahrung rund um die Reduzierung des Energieverbrauchs in Unternehmen. 

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Energie-Hotspot Gebäude

Betrachtet man den Energieverbrauch in Österreich, entfallen rund 1/3 auf Gebäude. Dabei macht in Bürogebäuden die Beleuchtung den Großteil des Stromverbrauchs aus. Gleichzeitig bieten Bestandsgebäude hohe Einsparungspotentiale. Energieeffiziente Maßnahmen können die Vermeidung von Wärmebrücken, der Austausch von Fenstern oder die Errichtung von Wärmedämmsystemen sein. Die Gebäude- und Energieexpertin des TÜV AUSTRIA, Bianca Markhart, BSc, empfiehlt bei der Planung von Sanierungen, ganzheitliche, aufeinander abgestimmte Konzepte zu erstellen.


Es werde Licht.

Ein hohes Kosteneinsparungspotential hat auch der Energiefresser Beleuchtung. Dass Licht ein „Quick-Win“ ist, weiß der Beleuchtungsexperte Ing. Lukas Scherzenlehner von Cleen Energy. Er berät Unternehmen bei der Lichtplanung und setzt auf nachhaltige Lichtkonzepte, die helfen, Stromkosten im Betrieb zu sparen. Anhand von Beispielen aus dem Projektalltag legte er eindrucksvoll dar, wie der Energie- und CO2-Verbrauch gesenkt, der Return on Investment gesteigert und der Komfort erhöht werden können. 


Es wird warm.

Energie steht uns tagtäglich, rund um die Uhr, zur Verfügung. Der Einsatz von Elektroanlagen wie z.B. Klima-, Heizungs- oder Fertigungsanlagen fordert einen hohen Stromverbrauch und birgt ein großes Risiko in sich. Schutz vor überhitzten Komponenten bietet die Thermografie, die zur Wärmemessung dient und Gefahrenquellen frühzeitig erkennen lässt. Energieverluste können vermieden und erhöhte Energieverbräuche festgestellt werden. Der Thermografie-Befund, der alle Messergebnisse dokumentiert, gilt als Nachweis zur Einhaltung der Thermografie-Norm im Versicherungsfall, erklärte Ing. Richard Hecher, Head of Facility und Machine Management, MSc, bei battenfield-cincinatti Austria.


Weitere Faktoren, die bei der Erreichung der Energieziele eine wesentliche Rolle spielen, sind die Durchführung von wiederkehrenden Prüfungen der Anlagen und die Bewusstseinsbildung der Mitarbeiter/innen. Nur dann lässt sich das Energieeinsparungspotential voll ausnutzen! 


Auf in die nächste Runde!

2019 wird bei vielen Unternehmen die erste Wiederholungsrunde an Audits fällig. DI Peter Sattler, Geschäftsführer und Auditor bei sattler energie consulting rät den Unternehmen zu überprüfen, ob die bereits gemeldeten Energieverbrauchsbereiche, die zu auditieren sind, nach wie vor aktuell sind. 

 

  • Weiterbildung: Trotz Digitalisierung menschlich bleiben (Juni 2018)

Die Weiterbildungsstudie 2018 hat 500 HR-Verantwortliche zum Thema Weiterbildung im Unternehmen befragt. Die Antworten wurden am 12. Juni am Tag der Weiterbildung von Expert/innen diskutiert. Im Fokus stand die Frage: Wie viel Digitales braucht der Mensch? 

TÜV AUSTRIA AKADEMIE

 

Die Arbeitswelt in der Industrie 4.0: 10.000 Jobs können nicht besetzt werden, weil die nötige Qualifikation fehlt. Was tun Unternehmen, um dem entgegen zu wirken? Laut Weiterbildungsstudie der MAKAM Research GmbH gibt jedes 4. Unternehmen im Jahr 2018 mehr Budget für Weiterbildung aus als letztes Jahr. Besonders Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Management und Unternehmensführung sind gefragt. Die steigende Digitalisierung wirkt sich auch auf das Lernverhalten aus: 16 % der Weiterbildungsmaßnahmen sind rein digital, wobei die Branche eine große Rolle spielt – Übungen beim Bundesheer etwa erfordern mehrheitlich immer noch Anwesenheit.

 

Bildungspolitisch dominiert das Thema „Lebenslanges Lernen“, die steigende Digitalisierung ist aber nur ein Aspekt dieses Lernens. Der 10. Tag der Weiterbildung zeigte auf, dass Präsenztrainings auch in Zukunft eine wichtige Säule der Weiterbildung sind, denn man lernt vom Gegenüber. Und auch wenn alles automatisiert wird, was automatisiert werden kann, kann man Empathie und emotionale Kompetenz nicht digitalisieren. Das Zwischenmenschliche sollte in der Aus- und Weiterbildung also nicht vergessen werden, so das Fazit der Expert/innen am Tag der Weiterbildung. Dies zeigte auch die Weiterbildungsstudie: 63 % der Bildungsmaßnahmen sind reine Präsenztrainings.

 

Organisiert wurde der Tag der Weiterbildung von der Plattform für berufsbezogene Weiterbildung (PbEB), die sich der Förderung von berufsbegleitetem, arbeitsnahem Lernen widmet. 

Gastgeber war die Industriellenvereinigung, deren Generalsekretär Mag. Christoph Neumayer die Eröffnungsrede hielt. Begrüßt wurden die Gäste auch von Mag. (FH) Christian Bayer, dem Sprecher der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung. Christian Dominko (MAKAM Research GmbH) stellte die Weiterbildungsstudie vor; am Podium diskutierten Ali Mahlodji (whatchado GmbH), Mag. Gerald Reischl (Tech-Scout), Oberst Mag. Jürgen Schlechter (Bundesministerium für Landesverteidigung) Mag. Markus Schaffhauser (Atos Centers of Excellence and Innovation), Mag. Kristina Weis (RSM Austria Wirtschaftsprüfung GmbH).  

 

 

  • Masterstudium Safety and Systems Engineering: „Ich bin unter den Ersten!“Wie läuft es beim Masterstudium? Die Studenten plauderten mit uns. (November 2014)Masterlehrgang Safety and Systems Engineering

Seit 2010 kooperieren die die TÜV AUSTRIA Akademie und die FH Campus Wien erfolgreich in der praxisorientierten Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der funktionalen Sicherheit und System-Sicherheit. Anfang September startete das berufsbegleitende Masterstudium Safety & Systems Engineering mit Schwung ins neue Semester – wir haben fünf Studenten zum Interview gebeten und über ihre Vorstellungen und Beweggründe zum Masterstudium befragt.

Rede und Antwort standen Stefan Riegler, Christian Eichner (Branchenverantwortlicher/Projektleiter/Sales bei Pilz GmbH Sichere Automation), Ljubisa Jeremic (Qualitätstechniker bei Dr. techn. Josef Zelisko), Werner Strnad und Wolfgang Sukup (Software Entwicklung bei TELE Haase Steuergeräte Ges.m.b.H.).

Warum haben Sie sich für dieses Masterstudium entschieden – was waren die Beweggründe?

Eichner: „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Als ich den Titel des Lehrganges gelesen habe, war mir klar:  Ich will mehr erfahren! Nachdem ich die Abendveranstaltung in der TÜV AUSTRIA Akademie besucht habe, ist mir die Entscheidung sehr leicht gefallen.“

Wie sehen Sie die Berufschancen, nachdem Sie das Masterstudium abgeschlossen haben?

Jeremic: „Die Berufschancen sind sicher sehr hoch, da der Bedarf an qualifiziertem Personal im Bereich Safety stetig zunimmt und durch zukünftige EU-Verordnungen (wie die Common Safety Method in der Bahnindustrie) noch weiter steigen wird.“

Was macht das Masterstudium besonders?

Riegler: „Das Masterstudium ist einzigartig, insbesondere in punkto Breite der Themen und fachliches Niveau. Es gibt meines Wissens im deutschsprachigen Raum keine vergleichbare Ausbildung. Dass die Vortragenden durchwegs praxiserprobte Profis mit langjähriger Erfahrung in der Industrie sind, ist ein weiterer großer Pluspunkt.“

Strnad: „Die Pioniersarbeit: Erstmals findet ein Studium in Mitteleuropa zu diesem Thema statt und ich bin unter den Ersten, die daran teilnehmen können.“

Was können Sie jetzt schon aus dem Masterstudium für Ihren Beruf mitnehmen?


Sukup: „Safety setzt eine sehr genaue und detaillierte Vorgehensweise in der Umsetzung von Projekten voraus. Die Lehrinhalte zum Requirements Engineerging liefern jetzt schon wertvolle Inputs, die im beruflichen Alltag angewendet werden können.“

Worauf freuen Sie sich schon in der Ausbildung?

Riegler: „Besonders interessieren mich die Querbeziehungen zum Qualitätsmanagement und zum Prozessmanagement.“

Strnad: „Ich freue mich schon auf die Vorlesungen über fehlertolerante Systeme.“

Was bedeutet Sicherheit für Sie persönlich?

Eichner: „Sicherheit beginnt bei mir schon im privaten Umfeld. Wenn ich einen Winkelschleifer in die Hand nehme, dann ist es für mich selbstverständlich, dass ich eine Schutzbrille trage. Und auch beim Rasenmähen trage ich Sicherheitsschuhe. Der Leitsatz „The spirit of safety“ des Unternehmens PILZ hat für mich eine große Bedeutung, beruflich und auch privat.“

Vielen Dank für das Gespräch.

 

 

TÜV Expertentage
Medizinprodukte-Tag
Brunn am Gebirge, 27.06.2019
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