TÜV AUSTRIA Akademie NEWS ARCHIV - DER RÜCKBLICK AUF EIN ERFOLGREICHES JAHR:

 

  • TÜV AUSTRIA Brandschutztag 2017 – erstmals auch in Salzburg! (Oktober 2017)

Namhafte Referenten 

wurden aufs Podium gebeten – unter anderem der Physiker Werner Gruber.

 

Rund 80 Teilnehmer/innen waren am 24.10. nach Salzburg zum TÜV AUSTRIA Brandschutztag gekommen, um zusammen mit Verantwortlichen des vorbeugenden Brandschutzes über Herausforderungen und Lösungsansätze der Branche zu diskutieren. Im März diesen Jahres fand der Brandschutztag bereits in Wien statt – 400 Teilnehmer/innen waren damals dort und erfuhren mehr über rechtliche Neuerungen und neue Risiken. Außerdem sahen sie Werner Gruber dabei zu, wie er ein brennendes Streichholz im Benzinkanister versenkte.

 

Von der Weihnachtsdeko zum Raketenrucksack

Lithiumbatterien, Designfeuer, Weihnachtsbeleuchtung, die den Feuerwehreinsatz behindert, Probleme mit ungeschultem Personal von Fremdfirmen – die Herausforderungen im Brandschutz sind vielfältig. Ab und an fehlt die Zeit, das Produktwissen oder schlicht das Normenwissen, um den Brandschutz ordnungsgemäß zu planen und auszuführen. Am TÜV AUSTRIA Brandschutztag sprachen die Experten des Brandschutzes über Lösungsansätze, um die Risiken eines Brandes zu verhindern. Beispielsweise den Einsatz von Fluchtleitsystemen, den Einsatz von Rauch-Wärme-Abzügen, von Koordinatoren und sogar von Jetpacks, mit denen die Feuerwehr zukünftig brennende Hochhäuser anfliegen könnte. 

 

Recht so!

Die Technischen Richtlinien Vorbeugender Brandschutz (TRVB) bilden die Grundlage des vorbeugenden Brandschutzes und werden vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband und den Brandverhütungsstellen stetig erweitert und überarbeitet. Die TRVB beschäftigen sich unter anderem mit der Kennzeichnung von Feuerlöschern in Betriebshallen, mit Brandmeldeanlagen oder der Aufteilung der Feuerlöscher in den Geschoßen – News von den TRVB wurden am Brandschutztag ebenfalls besprochen.

 

Zu Gast

Die Referenten des Brandschutztages kamen aus dem Bereich der Brandursachenermittlung, von der Landesstelle für Brandverhütung – Steiermark, von der Berufsfeuerwehr Graz, vom TÜV AUSTRIA, von Hilti Austria GmbH und vom Planetarium in Wien – der Physiker Mag. Werner Gruber zeigte erneut brandheiße Experimente mit Knalleffekt. Der größte ist aber jener: In Sachen Sicherheit ist der Glaube fatal – nur Wissen hilft dabei, weiterhin auf der sicheren Seite zu sein.

 

  • Die große Chance auf den richtigen Kurs - das war der Qualitätstag 2017 (Oktober 2017)

Beim Online-Kauf von Druckerpatronen werden Daten abgefragt, gespeichert und verwendet. Was hat die neue EU-Datenschutzgrundverordnung mit der Erfüllung von Qualitätsmanagementnormen zu tun?

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Der TÜV AUSTRIA Qualitätstag, an dem über 200 Qualitätsmanager/innen teilnahmen, stand ganz im Zeichen von Chancen und Risiken, die sich für Unternehmen aufgrund der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und revidierter ISO-Normen ergeben. Die mit Spannung erwartete Expertentagung wurde mit dem wichtigen Hinweis eröffnet, dass die EU-DSGVO bereits mit 25.Mai 2018 in Kraft tritt.

„Schau ma` mal“ ist kein praktikabler Ansatz.
Datenschutz ist per se nichts Neues. Wer bereits vor 17 Jahren mit der Umsetzung des österreichischen Datenschutzgesetzes 2000 begonnen hat, wird sich mit der Compliance der EU-DSGVO leichttun. Neu sind klar definierte Rechte von Individuen. Werden Daten gespeichert und/oder verwendet, kann man ein sog. Auskunftsbegehren stellen und die Löschung, Richtigstellung oder Einschränkung fordern. Teuer wird es für Unternehmen, die das neue Datenschutzgesetz verletzen. Je nach Verstoß ist mit einem Strafausmaß von max. bis zu 20 Mio. oder 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes zu rechnen. Der Datenschutzexperte rät daher, mit dem Datenschutzprojekt rechtzeitig zu starten und alle beteiligten Abteilungen (Geschäftsführung, Qualitätsmanagement, IT & Security) mit einzubeziehen. 

Hilfe, der Auditor kommt!
Interessante und praktikable Ansätze wurden in der Podiumsdiskussion mit Auditor/innen erläutert. Auf was ist bei der revidierten Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2015 zu achten? Einig ist man sich bei den Themen Führung und der Verankerung des risikobasierten Ansatzes. Für Betriebe ist es generell einfacher, Risiken zu identifizieren und zu bewerten als Chancen. Gutes Wissensmanagement, Kommunikation und Informationen rücken bei der Umsetzung der Norm ebenfalls in den Fokus. Die Expert/innen empfehlen, erworbenes oder vorhandenes Wissen anderen Mitarbeiter/innen in Form von Workshops, Kurzberichten, Firmenwikis oder über das Intranet zugänglich zu machen. Werden IT-Lösungen zum Wissenstransfer eingesetzt, muss die Eintrittsschwelle für Anwender/innen gering sein. Beim Setzen von Maßnahmen zum Umgang mit Risiken hat sich die Verwendung von einfachen, im Unternehmen üblichen Mitteln, anstelle von komplexen Werkzeugen gut bewährt. „Zu guter Letzt bildet die Betrachtung des Unternehmens im Kontext seiner internen und externen Umwelteinflüsse die Basis für erfolgreiches Risikomanagement“, so der Tipp vom Praktiker.

Alles unter einem Hut
Einige Normen befinden sich noch in der Revisionsphase, einige sind bereits publiziert und die Übergangsfristen definiert. Spannend war zu hören, dass deutliche Unterschiede zwischen den Normforderungen aus der ISO 13485:2016 (regelt Managementsysteme in der Medizinproduktebranche) und der ISO 9001:2015 bestehen. Die ISO 9001:2015 fordert mitunter eine High-Level-Structure sowie die explizite Betrachtung des Kontexts der Organisation. Wie können Unternehmen beide Normen in Einklang bringen? Der Normenexperte schlug vor, generell den Forderungen der ISO 9001:2015 nachzukommen und Änderungen als Chance zu sehen, um Verbesserungen zu erzielen.

Fehler als Chance
Beim Vortrag über Fehlerkultur von Ing.in Dr.in Karin Büchl-Krammerstätter (Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung) ging es ebenfalls um die Nutzung von Chancen. Gemäß Qualitäts-managementnorm ist ein Fehler die unbeabsichtigte Nichterfüllung einer Anforderung. Um Fehler als Chance nutzen zu können, gilt es, drei Dinge zu beachten: die Suche nach Ursache und Lösungen, der Fokus auf die Zukunft und die Vorbildwirkung der Führungskräfte. Eine gut funktionierenden No-Blame-Kultur muss von jedem einzelnen gelebt werden.

Anders denken, Chancen ergreifen.
Der Tiroler Key Note Speaker Hannes Treichl zog das Publikum mit etwas anderen Inhalten in seinen Bann. Er machte Mut zum Andersdenken und motivierte die staunenden Zuhörer/innen zum Zulassen von Fehlern. Das Qualitätsmanagement von morgen hat nur Zukunft, wenn Sinn und Zweck in einer stetigen Verbesserung und Weiterentwicklung liegen und nicht in der Sicherung von Qualität. Am Anfang muss nicht immer alles perfekt sein!Neue Wege gehen, neue Chance ergreifen - diesen Ansatz verfolgt der Weltkonzern Coca-Cola. Um lange am Markt bestehen zu können, bedarf es eines guten Qualitätsmanagementsystems. Der Konzern nutzte Krisen bereits öfters als Chance und konnte durch Erkennen von Fehlern den Kurs korrigieren, um seine Marktposition auszubauen.

 

 

 

 

  • Dampfkessel heute und morgen: flexibel bleiben! (Oktober 2017)

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Das TÜV AUSTRIA Kraftwerkssymposium zog internationales Publikum an. Sie kamen aus Deutschland, aus Österreich, aus Belgien – die internationalen Experten diskutierten auf einer Veranstaltung der TÜV AUSTRIA Akademie die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Kraftwerke.
Die Herausforderungen sind vielfältig.


Windkraftanlagen und Windparks haben in Österreich starken Rückenwind, auch durch das Energieeffizienzgesetz, das im Jänner 2015 in Kraft getreten ist und Unternehmen dazu bewegt, den Energieverbrauch bis 2020 zu senken. Thermische Energieanlagen sind aber nicht ersetzbar, so der Tenor am TÜV AUSTRIA Kraftwerkssymposium 2017. Alternative Energien können die Spitzenlasten noch nicht abdecken: Die Sonne scheint nicht immer, der Wind weht nicht immer. Dennoch ist eine Anpassung der thermischen Energieanlagen gefordert, um zukünftigen Entwicklungen erfolgreich zu begegnen und auch die Sicherheitsanforderungen des neuen Druckgerätegesetzes zu erfüllen. Welche Aufgaben Dampfkessel- und Kraftwerksbetreiber heute und morgen lösen müssen, darüber berichteten die Experten am 05.& 06. Oktober in Brunn am Gebirge.

Neue Zeiten
Fast alle thermischen Anlagen sind älter als 10 Jahre alt. Sie sind auf maximale Leistung ausgelegt, das ist heute aber nicht immer nötig. Moderne Anlagen verlangen nach Flexibiliät: Sie müssen schnell starten, die Mindestlast soll gering sein, sie sollen auch schnell wieder abfahren. Dieser zyklische Betrieb bringt neue Probleme: Zusammen mit einer höheren Leistungsfähigkeit der Turbinenöle kommt es vermehrt zu ‚Varnish‘, einer Verunreinigung, die zu einer Überhitzung des Metalls führt. Aber auch Risse durch warmgehende Rohrleitungen, Schäden durch Wasserstoff, Ablagerungen in Turbinenanlagen sind weitere Schädigungsmechanismen, die relativ schnell zu Produktionsausfällen führen können. Einige dieser Schäden sind schwierig nachzuweisen bzw. nur durch das Auftreten von Folgeerscheinungen. Risiken kann jedoch vorgebeugt werden: Ein Lösungsansatz liegt in der ständigen Optimierung der Anlage.

Dagegen steuern
Wer viel misst, misst Mist, heißt es. Auf der anderen Seite sind gerade die Messungen des Wasserstoffgehaltes für beginnende Korrosionserscheinungen sowie die regelmäßige Bewertung einer Anlage die Erfolgssäulen, die zukünftigem Schaden vorbeugen können. Online-Messgeräte können im Betrieb einer Anlage helfen, wenn sie richtig aufgestellt sind und das Ziel der Messung klar ist. Regelmäßige Überprüfungen und Inspektionen wie die Risikoorientierte Inspektion können das Risiko eines Ausfalles zusätzlich reduzieren und Prüfintervalle auf die Anlage maßschneidern. Weitere Möglichkeiten der Optimierung: Kesselreinigungen, Laständerungsgeschwindigkeiten und Wasseraufbereitung mittels Membransysteme machen die Anlage fit für die Aufgaben der nächsten Jahre und leisten auch einen Beitrag zur Energieeffizienz. Wer die technischen Parameter erfüllt, kann kleinere und größere Anlagen am Regelreservemarkt sogar vermarkten und Gewinne lukrieren, berichtete der Referent der E-Control in seinem Vortrag.   

 

  • Persönliche Schutzausrüstung ist tragbar: TÜV AUSTRIA Sicherheitstag (Oktober 2017) 

Beim TÜV AUSTRIA Sicherheitstag im Eventhotel Pyramide drehte sich alles um die Persönliche Schutzausrichtung (PSA). Ob sie von Arbeitnehmer/innen gerne getragen wird? Das hängt von mehreren Faktoren ab. Im Einsatz ist sie in unterschiedlichsten Bereichen.

COBRA, übernehmen Sie!
Die persönliche Schutzausrichtung ist für die 450 Mann starke Einsatztruppe COBRA ein wichtiges Thema. Angesichts der herrschenden Terrorgefahr ist es dem Einsatzkommando jedoch untersagt, Informationen über Beschaffenheit und Art zu präsentieren. Wohl aber über Einsatzfelder (z.B. Personenschutz von Politikern im Wahlkampf) und die Sanitätsausrüstung. Der Konnex zur Persönlichen Schutzausrüstung liegt in der Wundversorgung von Verletzten durch die Verwendung von einem standardisierten Sanitäter-Mannpaket. Old-fashioned? Ganz und gar nicht: so wie die Persönliche Schutzausrüstung entspricht auch das darin enthaltene Wundversorgungsmaterial dem allerneuesten Stand der Technik. Tragen COBRA Einsatzkräfte ihre 14-15kg schwere Schutzaus-rüstung gerne? Ja, bei bestimmten Einsätzen sind sie sogar froh darüber.

Wie geht`s?
Arbeitnehmer/innen weigern sich oft, ihre Persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Darüber hinaus kommt es häufig zu psychischen Belastungen. Als Ablehnungsgründe werden mitunter „zu unbequem, zu umständlich oder zu zeitaufwendig“, genannt. Die Fachexpertin für Arbeitspsychologie rät zur Einführung eines auf das Unternehmen zugeschnittenen Stufenplans, damit Arbeitnehmer/innen die Konsequenzen des Nicht-Tragens verstehen lernen. Die einfache Frage: „Wie geht`s Ihnen beim Tragen der Persönlichen Schutzausrüstung?“ sollte hierbei regelmäßig gestellt werden. Betriebe mit nicht-deutschsprachigen Arbeitnehmer/innen haben zusätzliche Herausforderungen zu meistern, denn unterschiedliche Kulturen weisen unterschiedliches Sicherheitsverhalten auf. Führungskräfte sollten für das Thema Unterweisung von fremdsprachigen Mitarbeiter/innen jedenfalls sensibilisiert werden.

Schau`n Sie sich das an: Die PSA Fashion Show
Zur Erheiterung trug Markus Oezelt als Sepp Forcher bei der Moderation der PSA Fashion Show bei. So wie die jungen, feschen Jungdamen und Jungherren schlüpfte auch er in unterschiedliche Rollen. Passend zur beruflichen Tätigkeit eines Karl Lagerfeld, Udo Lindenberg, Vladimir Klitschko oder Arnold Schwarzenegger kommentierte er die tragbare PSA-Kleidung der Models: Die Kollektion reichte von „unisex“ Schutzkappen bis hin zum „Teletubby“ Ganzkörperschutzanzug. 
Zum Hingucken war auch die Live-Vorführung des Behälterbefahrens. Ein mit Sauerstoffgerät, Sauerstoffmaske, Atemschutzgerät und Schutzanzug ausgerüsteter Arbeiter stieg in ein extrem enges Behältnis. Wie es ihm ging? „Eng, heiß und unbequem“, hätte er wohl nach dem Abnehmen seiner Maske geantwortet. So unangenehm dies auch sein mag, die Persönliche Schutzausrüstung rettet als Teil der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen (Freigabeschein, Bestellen einer fachkundigen Aufsichtsperson am Mannloch) täglich Menschenleben. 

Der Mensch im Mittelpunkt
Ergonomie trägt zum Verständnis bei, wie sich das Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung auf den Menschen auswirkt. Um gewünschte Handlungen richtig auszuführen, müssen all unsere Sinne, Muskelbewegungen und das Nervensystem zusammenspielen. Ohne Persönliche Schutzausrüstung sind gewisse Arbeiten nicht möglich. Inwieweit das Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung eine Gefahr für den Menschen darstellt, ist individuell. Ein Radfahrer, der Kopfhörer trägt, ist anderen Gefahren ausgesetzt als ein Arbeiter.

Einfacher.Transparenter.Sicherer 
Bei der neu eingeführten PSA-VO (EU) 2016/425 geht es im Wesentlichen um eine Neuverteilung der Pflichten zwischen den Wirtschaftsakteuren. Hersteller, Importeure und Händler werden ab April 2018 strenger in die Pflicht genommen. So muss z.B. die EU-Konformitätserklärung für jede Persönliche Schutzausrüstung zugänglich gemacht werden. Anwender trifft die neue Verordnung weniger. Sie müssen die Persönliche Schutzausrüstung regelmäßig überprüfen und sicherstellen, dass sie dem aktuellen Stand der Technik entspricht. In der Kategorisierung hat sich ebenfalls Einiges getan: zu Kategorie III zählt jetzt z.B. auch „Ertrinken“. Das Gute an der neuen Verordnung ist: die Persönliche Schutzausrüstung wird für Anwender in Zukunft auf jeden Fall sicherer. Wer einen Freigabe- oder Heißarbeitsschein ausfüllen darf, ist in der TRVB 104 O geregelt. Die wichtigsten Änderungen: keine verkürzte Ausbildungsdauer und festgelegte Kontrollzeiten.

Weg von der Käfighaltung
Gefahren am Arbeitsplatz lassen sich auch durch das Setzen geeigneter Lockout und Tagout Maßnahmen vermeiden. Es geht hierbei um technische Einrichtungen einer Anlage, die dem Schutz vor unbefugtem Zugriff oder unbeabsichtigtem Einschalten beispielsweise während eines Wartungsvorgangs dienen. Wie diese Maßnahmen in der betrieblichen Praxis am besten umgesetzt werden können, sind im OHSA-Standard am konkretesten abgebildet. Die Empfehlung für die betriebliche Praxis lautet: Weg von der Käfighaltung (Umhausung mehrerer Maschinen) - hin zu berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen.

 

 

  • So sparen Österreichs Unternehmen Energie - Tipps zur Energieeinsparung am TÜV AUSTRIA Tag der Energiebeauftragten und -auditor/innen (September 2017)

Das Bundesenergieeffizienzgesetz (EEffG) soll bis zum Jahr 2020 die 

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Energieeffizienz EU-weit um 20 Prozent verbessern. Es verpflichtet Unternehmen ab 250 Mitarbeiter/innen zur Durchführung von Energieaudits oder zur Einführung von Energie- oder Umweltmanagementsystemen. Zur Halbzeit zogen Unternehmen und die Monitoringstelle der Österreichischen Energieagentur Bilanz. Wie erfolgreich waren Betriebe bei der Umsetzung? Eine Kooperationsveranstaltung der TÜV AUSTRIA Akademie und der Wien Energie GmbH zeigte es auf.

Kennen Sie die Zahlen?

Um die richtigen Maßnahmen zur Energieeinsparung setzen zu können, sollten sich Unternehmen zuerst mit den Kennzahlen auseinandersetzen. Wie viel Einsparungspotential in einem Betrieb steckt, erkennen Verantwortliche erst, wenn sie die wesentlichen Energieverbraucher analysiert haben. Diese sind oft im Bereich des Transports oder der Gebäude selbst zu finden, auch die Energiesysteme spielen bei der Ermittlung von Kennzahlen eine große Rolle. Sind diese Einsparungspotentiale lokalisiert, werden in den Betrieben verschiedene Maßnahmen gesetzt, um die Energieeffizienz zu verbessern. Welche das sind, verrieten am Tag der Energiebeauftragten die Verantwortlichen von Unternehmen wie STRABAG/TPA, Helvetia Versicherungen, REWE und die Post AG.

Grünes Licht für grüne Projekte
Die Anforderungen und Ziele waren für die Verantwortlichen ganz unterschiedlich: Der Konzern REWE möchte beispielsweise bis 2022 neun Prozent des Stromverbrauchs senken. Post AG will Vorreiter für grüne Logistik werden. Strabag erhofft sich neben der Ressourcenschonung auch eine Kostenentlastung. So unterschiedlich die Motive, so ähnlich sind die gesetzten Maßnahmen: Die Bewusstseinsbildung und Schulung der Mitarbeiter/innen wurden am Tag der Energiebeauftragten häufig als gesetzte Schritte in die ‚grüne‘ Richtung genannt. Die Optimierung der Beleuchtung durch LED, die Optimierung der Transportwege und die Optimierung der Fahrzeugflotte wurden ebenfalls als geeignete Maßnahmen identifiziert. Letztere wird auch bei TÜV AUSTRIA umgestellt: Bis 2020 soll der Fuhrpark auf 50 E-Fahrzeuge erweitert werden. 

Fazit der Monitoringstelle
Die Monitoringstelle überprüft Österreichs Fortschritt in Sachen Energieeffizienz. Sie evaluiert gemeldete Daten und entwickelt standardisierte Methoden zur Bewertung von Energieeffizienzmaßnahmen. Die Bilanz 2016 lautet: Die Meldungen der Energielieferanten liegen zur Halbzeit über Ziel. Die Energieeffizienzmaßnahmen der Energielieferanten betrugen 2016 86,7 Petajoule, was 55% des Gesamtzieles von 159 PJ ausmacht. Auf der anderen Seite wurden aber auch zahlreiche Unternehmen identifiziert, die ihrer Verpflichtung eventuell nicht nachgekommen sind. Energieeffizienzmaßnahmen zahlen sich jedoch gleich dreifach aus: Mit dem EEffG schonen Unternehmen nicht nur Ressourcen, es hilft auch bei der Energiekosteneinsparung und einer positiven Außendarstellung.  

 

  • „Ein Platz, der euren Namen trägt“ Ein klangvolles Sommerfest der TÜV AUSTRIA Akademie (September 2017)

Das neue Lernsemester wird in der TÜV AUSTRIA Akademie traditionell mit einem Sommerfest begrüßt. Dieses wurde am 31. August mit viel Gesang begangen – die Teilnehmer/innen gaben selbst geschriebene Ständchen zum Besten. 

Die TÜV AUSTRIA Akademie hat ein neues Bildungszentrum eröffnet und empfängt ab September die Teilnehmer/innen am TÜV AUSTRIA Campus in Brunn am Gebirge. Von Größe und Weite des neuen Standortes konnten sich am 31. August über 200 Kunden und Referent/innen selbst überzeugen, als sie sich bei einer Führung durch das Gebäude mit den neuen Seminarräumen und Büros vertraut machten. Für musikalische Untermalung sorgte die Trachtenmusikkapelle Brunn am Gebirge. Ein besonderes Geschenk überreichte Brigadier Mag. Dieter Jocham, Leiter der Heereslogistikschule:  einen eigens komponierten Marsch für die TÜV AUSTRIA Akademie!

Goldrichtig
Vorgestellt wurde auch das neue Kursprogramm 2018 der TÜV AUSTRIA Akademie, das mit einem Rundum-Paket an geballtem Know-how und neuen Kursen im Bereich Sicherheit, Technik, Umwelt und Qualität das Jahr mit Weiterbildung füllen wird. Weitere Highlights des Abends waren die Verkostung der edlen Tropfen aus dem Weingut Niegl sowie ein Gewinnspiel, bei dem Textsicherheit gefragt war. Die Teilnehmer/innen fanden sich zu Gruppen zusammen und texteten berühmte Lieder wie ‚Großvater‘ oder ‚Ein Stern, der deinen Namen trägt‘ neu und mit Bezug zum TÜV AUSTRIA. Die Gewinner erhielten Köstlichkeiten aus dem Hause Niegl und Gutscheine für Expertentage der TÜV AUSTRIA Akademie, den ein-oder zweitägigen Symposien des Bildungsinstitutes. Das Sommerfest endete mit viel Volksmusik, Tanz und jeder Menge guter Stimmung, die das neue Semester perfekt eintaktete.

 

 

  • Die Nummer 1 jetzt auf Platz 1 – Ihr Wissensstandort am TÜV AUSTRIA Campus  (August 2017)

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Seit September 2017 freuen wir uns darauf, Sie in unserem neuen

Bildungszentrum begrüßen zu dürfen: am TÜV AUSTRIA-Platz 1 in 2345 Brunn am Gebirge, campus21. 

Die TÜV AUSTRIA Akademie wurde vom Industriemagazin erneut auf Platz 1 unter den Seminaranbietern in der Kategorie Produktion und Fertigung gewählt. Nun sagt es auch die neue Adresse: Die Nummer 1 ist seit Herbst 2017 auch örtlich auf Platz 1 zu finden! Die meisten Seminare der TÜV AUSTRIA Akademie im Großraum Wien finden ab September dort statt.

Bewährtes Service in neuer Umgebung
Das neu errichtete Gebäude bietet ein paar Extras, unter anderem ein offenes, innovatives Design, das zum Netzwerken förmlich einlädt. Und die geballte Kompetenz des TÜV AUSTRIA – die TÜV AUSTRIA Akademie vereint ihre Kompetenzen mit dem Know-how von 300 Mitarbeiter/innen aus allen Abteilungen des TÜV AUSTRIA! Zukünftig haben Sie also alle Ansprechpartner/innen unter einem Dach.

Wie gewohnt können Sie den Start ins Seminar bei uns so richtig genießen: Parkplätze, Kaffee & Brötchen stehen wie immer für Sie bereit. Das schmackhafte Mittagessen wird im Betriebsrestaurant frisch gekocht, Internet- und Fachverlagscorner laden in den Pausen zur Entspannung ein. Auch die Referent/innen vermitteln Ihnen weiterhin Ihr jahrelang erarbeitetes Wissen, mit dem Sie stets up-to-date sind!

In der TÜV AUSTRIA Akademie sind Sie auch am campus21 immer goldrichtig. Die idealen Seminare im Bereich Sicherheit, Technik, Umwelt und Qualität für Sie und Ihr Unternehmen finden Sie im Kursprogramm. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


WEITERE INFORMATIONEN:

Anreise: 

 

 

  • TÜV AUSTRIA Akademie erhält Miliz-Gütesiegel! (Juni 2017)

 Bundesminister Mag. Hans Peter Doskozil hat am 9. Juni 2017 anlässlich des "Tages der Miliz" in Spielfeld die TÜV AUSTRIA Akademie mit dem Miliz-Gütesiegel ausgezeichnet. 

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Neben zahlreichen Milizsoldaten und vielen namhaften Unternehmen nahmen Brigadier Mag. Erwin Hameseder (Milizbeauftragter des ÖBH) und General Mag. Othmar Commenda (Generalstabschef) sowie weitere hohe Vertreter des Bundesheeres am Festakt teil.

Für eine leistungsstarke Miliz braucht es nicht nur Menschen, die sich in der Miliz engagieren, sondern es braucht auch Unternehmen und Führungskräfte, die dies unterstützen. Seit vielen Jahren besteht eine enge Verbundenheit des 1872 gegründeten TÜV AUSTRIA mit dem Bundesheer. Dies führte 2016 zur Begründung der offiziellen Partnerschaft der TÜV AUSTRIA Akademie mit der Heereslogistikschule HLoGS. Wir wollen die Miliz als wichtige Säule der umfassenden Landesverteidigung unterstützen und heißen Bewerberinnen und Bewerber sowie Vortragende willkommen, die sich für die Miliz engagieren.

 

 

 

  • Der Tag der Weiterbildung in der TÜV AUSTRIA-OMV Akademie Weinviertel (Juni 2017)

Im Rahmen des Tages der Weiterbildung präsentierte die TÜV AUSTRIA Akademie das neue Kursprogramm 2018. Der Physiker Werner Gruber befeuerte das Programm mit einem Experimentalvortrag.TÜV AUSTRIA AKADEMIE


Die TÜV AUSTRIA-OMV Akademie Weinviertel ist ein Bildungszentrum, das aus Lehrlingen das Beste macht: Erfolgreiche, motivierte Mitarbeiter/innen, die ihren Unternehmen den Weg zu höherer Qualität ebnen. Seit 2013 kooperiert die TÜV AUSTRIA Akademie mit der OMV im Bereich Lehrlingsausbildung, außerdem umfasst das Angebot auch Umschulungen sowie Aus- und Weiterbildungen für Erwachsene.
 

Die Eierspeis vom Physiker

Im Zuge des Tages der Weiterbildung stellte Mag. Christian Bayer (FH) von der TÜV AUSTRIA Akademie das neue TÜV Kursprogramm 2018 vor und vermittelte den Gästen die Highlights: Für jährlich über 13.000 Teilnehmer/innen bietet die TÜV AUSTRIA Akademie mehr als 1.000 Kurse, Lehrgänge und Veranstaltungen in den Bereichen Sicherheit, Technik, Umwelt und Qualität. 

Im Anschluss zeigte der Physiker Werner Gruber, wie Sicherheit und Physik Hand in Hand gehen können, wenn man den Naturgesetzen vertraut. Warum kann man eine brennende Zigarette in einen Benzinkanister werfen? Warum tragen Physiker, die mit Hochleistungslasern arbeiten, weder Schmuck, noch Piercings? Und wie kann man Eierspeise ohne zusätzliche Hitze machen? Diese und noch weitere interessante Fragen beantwortete Gruber anschaulich anhand explosiver Experimente. 

Am Nachmittag zeigten die Lehrlinge der TÜV AUSTRIA-OMV Akademie, was sie im Chemielabor bereits gelernt haben und verblüfften selbst den Physiker noch mit Lösungen zu chemischen Reaktionen. Nach einem Rundgang durchs Verfahrenstechnikum und durch das Elektrolabor wünschte Werner Gruber den Lehrlingen viel Glück für die Abschlussprüfung im August – wir schließen uns mit einem herzlichen ‚ToiToiToi‘ an!

Goldrichtiges Bildungsangebot

Das neue TÜV AUSTRIA Akademie Kursprogramm bietet mit „Hygiene“ einen neuen Programmbereich und über 50 komplett neue Kurse, darunter Themen wie IT und Datensicherheit sowie Industrie 4.0. Besonders in diesen Bereichen finden Firmen die Bildungsangebote, um die digitale Kompetenz der Mitarbeiter/innen zu stärken.

Neben den Präsenztrainings in den Kernbereichen Sicherheit, Technik, Umwelt und Qualität bietet die TÜV AUSTRIA Akademie ergänzende E-Learning-Programme zur elektronischen Wissensvermittlung auf individueller Basis. Ort und Zeitpunkt des Trainings bestimmt der/die Kursteilnehmer/in dabei selbst. 

Abgerundet wird das umfassende Portfolio durch die neue Ingenieur-Zertifizierungsstelle, Expertentage, Fachbücher und firmeninterne Trainings. In zahlreichen Kursen und Lehrgängen erhalten Absolvent/innen nach bestandener Prüfung zudem ein Zertifikat des TÜV AUSTRIA. 

 

 

  • TÜV AUSTRIA Medizinprodukte-Tag - Qualitätsmanagement für Medizinprodukte: Plan zum Erfolg (Juni 2017)

Am TÜV AUSTRIA Medizinprodukte-Tag referierten Fachexperten der Medizinprodukte-Branche über Normen, Innovationen und Risikomanagement.


Zum 10. Jubiläum standen Qualität und Sicherheit am Programm: Hersteller, Händler und Betreiber holten sich in der TÜV AUSTRIA Akademie Tipps zur Umsetzung der aktualisierten Qualitätsmanagement-Normen. Die rund 85 Teilnehmer/innen erhielten Einblicke aus den Perspektiven aller Beteiligten und tauschten ihre Erfahrungen aus.

Mehrere Regularisierungsrahmen – ein Ziel
Ein effektives Qualitätsmanagementsystem im Bereich Medizinprodukte unterstützt alle Stakeholder bei der Umsetzung aller gesetzlichen und inhaltlichen Anforderungen. Die Revision der EN ISO 13485:2016 konkretisiert die Bereiche Dokumentation, Produktsicherheit und Risikomanagement, wie Thomas Lippke von mdc - medical device certification erklärt. Neben der EN ISO 13485:2016 gilt es außerdem, die am 05.05.2017 veröffentlichte EU-Verordnung für Medizinprodukte bis spätestens 2024 umzusetzen. Dipl.-Ing. Michael Pölzleitner von mdc empfiehlt Herstellern wie auch Händlern, beide Regelwerke zur Weiterentwicklung des eigenen Qualitätsmanagementsystems heranzuziehen und so den Kurs des Unternehmens auf Erfolg zu setzen.

Von Analysen und Hüten
Michael Meier-Stauffer, MSc. von Ritoc Consulting rät die Anwendung der Basis-Norm ISO 9001:2015 von der wirtschaftlichen Ausrichtung, dem Marktzugang und den arbeitsrechtlichen Aspekten des eigenen Unternehmens abhängig zu machen. Wer die ISO 9001:2015 und die EN ISO 13485:2016 unter einen Hut bringen möchte, hat zunächst die Norm-Unterschiede herauszuarbeiten. Hierzu legt Ing. Alexander Ladich vom TÜV AUSTRIA dem Publikum die Gap-Analyse nahe.

Regulatorische Herausforderungen werden zu Innovationen
Ein Vorteil der ISO 9001:2015 ist die ganzheitliche Betrachtung, die auch Dipl.-Ing. Christoph Schwald vom TÜV AUSTRIA durch die Verankerung der Trendnutzung in der Unternehmensstrategie fokussiert. Doch nicht nur durch Trendanalyse entstehen Innovationen, auch Regulation kann zur Innovation führen, wie Andreas Oberleitner vom AIT Austrian Institute of Technology anhand von F&E-Beispielen anschaulich illustriert. Neue Chancen entstehen außerdem durch frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebundenes Risikomanagement, weiß Prof. Dr. Christian Johner vom Johner Institut.

 

 

  • Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) – bestimmen Sie einen Datenschutzverantwortlichen! (Mai 2017)

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Ein Interview mit Boris Treml

Boris Treml ist Jurist und hat sich auf IT-Recht spezialisiert. Er arbeitet für die TÜV TRUST IT TÜV AUSTRIA GMBH und referiert als Datenschutz-Experte in der TÜV AUSTRIA Akademie. Zu seinen Aufgabengebieten zählt auch die Beratung im Bereich des Datenschutzes und der Informationssicherheit. Welche Veränderungen die Datenschutzgrundverordnung für Unternehmen bringt, erklärt er im folgenden Interview.


Herr Treml, die neue EU-DSGVO ist mit Mai 2018 gültig. Was sind die wichtigsten Hauptänderungen der neuen Datenschutzgrundverordnung?
Aus meiner Sicht ist zu erkennen, dass der Begriff des Risikos in den Bereich des Datenschutzes Einzug gehalten hat. Schon im Jahr 2000 wurde das Datenschutzgesetz von 1978 angepasst, aber auch nach der Anpassung fand man den Begriff des Risikos nur einmal vor. In der neuen Datenschutzgrundverordnung ist er 68 Mal enthalten. Außerdem verpflichtet der Gesetzgeber nun dazu, eine Datenschutz-Folgeabschätzung zu machen.


Im Rahmen unserer Beratungstätigkeit legen wir einen großen Schwerpunkt darauf, wie das Risiko adäquat für die jeweilige Datenverarbeitung bestimmt werden kann. Nur wer eine Risikoabschätzung durchführt, kann die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnungs-Kosten und -Nutzen optimal umsetzen.  


Wen betrifft die neue Datenschutzgrundverordnung? 
Die datenschutzrechtlichen Regelungen treffen alle Unternehmen, unabhängig der Größe und der Art der Verarbeitungen. Voraussetzung für die Anwendbarkeit der Datenschutzgrundverordnung ist aber natürlich, dass man Daten über eine Person verarbeitet. Hier sollte immer berücksichtigt werden, dass eine Verarbeitung über eine Person dann vorliegt, wenn Informationsmacht auf die Person ausgeübt werden kann. Das bedeutet zum Beispiel, dass das Setzen eines Cookies beim Internetsurfen bereits ein einschlägiger, datenschutzrechtlicher Sachverhalt ist. Ob dabei ein Name oder eine Anschrift verarbeitet wird, ist nebensächlich. 


Die DSGV richtet sich aber insbesondere an Unternehmen, die die Kerntätigkeit in der Verarbeitung von personenbezogenen Daten haben. Für Kleinstbetriebe gibt es Ausnahmen. Zu beachten ist, dass im Rahmen von Nebengesetzen datenschutzrechtliche „Sondervorschriften“ bestehen können. Diese sind speziell dann heranzuziehen, wenn die Speicherfristen von personenbezogenen Daten zu ermitteln sind.   


Welche 3 Tipps geben Sie verantwortlichen Personen zur Vorbereitung auf die neuen Regelungen?
1) Bestimmen Sie im Unternehmen eine Person, die für den Datenschutz verantwortlich ist, zum Beispiel einen Datenschutzbeauftragten.

2) Verwenden Sie nicht zu viel Zeit auf die Prüfung, ob etwaige Ausnahmen auf den jeweiligen Verantwortlichen zutreffen. Wir raten dazu, alle Datenanwendungen in einem Verzeichnis der  Verarbeitungstätigkeiten aufzunehmen, selbst wenn der europäische Gesetzgeber hier Ausnahmen vorsieht. Nur wer einen Überblick über seine Datenverarbeitungen hat, kann dem Gesetz Genüge tun. 

3) Führen Sie ein Datenschutzmanagementsystem ein, unter besonderer Berücksichtigung der Datenschutz-Folgenabschätzung und der damit verbundenen Risikoabschätzung. 


Datenschutzrechtlich kann am Ende des Tages aber nur der bestehen, der neben expliziten Regelungen (Datenschutz-Policies) das notwendige Bewusstsein bei seinen Mitarbeitern, zum Beispiel im Rahmen von Schulungen, geschaffen hat. 


Welche Folgen können Verstöße gegen die neuen Regelungen haben?
Wer die genannten Maßnahmen umgesetzt hat, muss sich nicht von dem maximalen Strafrahmen von 20 Millionen Euro fürchten, weil er seiner Rechenschaftspflicht nachgekommen ist.


Aus unserer Sicht ist jedoch die wichtigste Maßnahme, dass das zuständige Leitungsorgan frühzeitig mit der Umsetzung von Datenschutzprojekten beginnt, damit eine rechtmäßige Datenverwendung im Unternehmen gewährleistet ist. 


Danke für das Gespräch.

 

  • TÜV AUSTRIA Aufzugstag 2017 - Aufzüge: Spielplätze der Überregulierung oder Notwendigkeit? (April 2017)

Die neuen Normen am TÜV AUSTRIA Aufzugstag 2017. Eine Kooperation der TÜV AUSTRIA Akademie mit der Stadt Wien – Geschäftsgruppe Wohnen/Wohnbau und Stadterneuerung. 

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Kleinkinder, die sich die Hände in der Aufzugstür einklemmen, offene Schachttüren, obwohl sich der Fahrkorb in einem anderen Stockwerk befindet – solche Ereignisse sind es, die nach einer strengeren Gesetzgebung riefen. Betreiber befürchten jetzt eine Überregulierung – stimmt das? Die Experten am TÜV AUSTRIA Aufzugstag erklärten die neuen Normen zum Thema.

Österreichweit werden täglich mit über 100.000 Aufzugs-Anlagen Millionen von Personen befördert, Tendenz steigend. Aufzüge sind immer noch das sicherste Verkehrsmittel der Welt – damit das so bleibt, erhöhen jetzt neue Normen die Sicherheitsstandards.

 

Rund 300 Teilnehmer/innen am TÜV AUSTRIA Aufzugstag versammelten sich am 26.04. im Wiener Rathaus, um den Vorträgen zum Thema zuzuhören und selbst die eine oder andere Frage an die Experten zu richten – in zwei Diskussionsrunden wurde die Möglichkeit zum offenen Dialog angeboten.

Das sind die Neuen
Zwei neue Normen werden im September schlagend: Beim Inverkehrbringen von Aufzügen sind ab 01.09.2017 nur noch die Normen ÖNORM EN81-20 und ÖNORM EN81-50 gültig. Die Norm ÖNORM EN 81-20 bezieht sich auf die technische Ausführung eines Aufzuges. Die ÖNORM EN 81-50 regelt Konstruktionsregeln, Berechnungen und Prüfung von Aufzugskomponenten.Die neuen Normen sorgen auch für Verunsicherung bei Inverkehrbringern und Betreibern – sind sie wirklich nötig?

Was wirklich zählt
Der Schutz von Mensch und Maschine – das hat auch bei den neuen Normen Priorität. UCM-Systeme, also Schutzeinrichtungen gegen unbeabsichtigte Bewegungen des Fahrkorbes oder Schutzeinrichtungen an kraftbetätigten horizontal bewegten Schiebetüren – sie tragen dazu bei, Kinderhände zu schützen und schwere Verletzungen bis hin zu Todesfolgen zu verhindern. Unterstützt und ergänzt wird die ÖNORM EN 81-20 durch die 70er Reihe. Sie regelt unter anderem die Barrierefreiheit und deckt eine Reihe von Problemstellungen ab, mit denen körperlich eingeschränkte Personen konfrontiert sind. 

Die Konsequenzen
Zum großen Teil entsprechen die Komponenten bereits der neuen ÖNORM. Bauliche Aspekte wurden bislang aber noch nicht hinlänglich betrachtet. In Stahl-Glas-Schächten gibt es beispielsweise häufig Temperaturprobleme: Wenn ein Aufzug so angebracht wurde, dass die direkte Sonneneinstrahlung Temperaturen von über 70 Grad im Aufzug verursacht, sind gesundheitliche Folgen bei manchen Menschen zu befürchten. Und wenn Aufzüge nicht rechtzeitig vor der Übergangsfrist fertig werden und so gebaut wurden, dass die Schachtkopfhöhe nicht ausreicht und die Gefahr von Quetschungen von Prüf- und Wartungspersonal nicht ausgeschaltet wurde, dann ist der Umbau des gesamten Aufzuges nach der ÖNORM EN 81-20 erforderlich und erhebliche Mehrkosten zu befürchten.

Eine wichtige Anpassung
„Normen sind die Widerspiegelung der technischen Entwicklungen“, sagt Ing. Thomas Maldet vom TÜV AUSTRIA, Leiter des Geschäftsfeldes Infrastruktur & Transport. „Ein Nachziehen der Normenwelt an den Stand der Technik ist notwendig.“ Notwendig sind auch Betriebskontrollen, Wartung, Nachrüstung und eine unabhängige Sicherheitsprüfung. Nur so kann die Verantwortung der Aufzugs-Betreiber gewahrt werden und Benutzer vor Schaden bewahrt werden. Diese haben nämlich keinen Einfluss auf die Sicherheit eines Aufzuges, wenn sie ihn betreten. Sie müssen sich darauf verlassen, dass er sicher gebaut wurde, sicher gewartet, von einem fachkundigen unabhängigen Sachverständigen überprüft wurde und rundum sicher betrieben wird. 

 

 

 

  • TÜV AUSTRIA Brandschutztag 2017: Präventivschlag gegen Feuergefahren (März (2017)

Der vorbeugende Brandschutz ist das Schwert der Feuerwehr. Wie die Experten Brandrisiken minimieren, erfuhren über 450 Teilnehmer/innen am Brandschutztag der TÜV AUSTRIA Akademie.

TÜV AUSTRIA AKADEMIE

 

Brandschutzbeauftragte bereiten den Weg, damit die Feuerwehr effizient arbeiten kann. Brandschutzbeauftragte verhindern aber auch, dass die Feuerwehr überhaupt ausrücken muss – im Unternehmen sind sie die Schwertspitze des vorbeugenden Brandschutzes. Brandgefahren lauern in Betrieben überall und manchmal dort, wo man sie am wenigsten vermutet: In Smartphones, Tablets, Gabelstaplern. Brandrisiken gehen aber auch von Menschen aus – vor allem, wenn sie nicht ausreichend geschult sind, so der Tenor am TÜV AUSTRIA Brandschutztag.

 

Wie verhindert man einen Brand? 

Beispielsweise durch organisatorische Maßnahmen: Koordinatoren sollten bestellt werden, die eingreifen, wenn Sicherheitsbestimmungen missachtet werden. Das ist beispielsweise für die Zusammenarbeit mit Fremdfirmen wichtig: In den letzten Jahren haben sich dort die Brandfälle gehäuft. Koordinatoren sollen Abhilfe schaffen und das Bewusstsein der Mitarbeiter/innen für Risiken schärfen. 

 

Auch bauliche Maßnahmen können Brände verhindern oder zumindest deren Ausbreitung. Wer im Unternehmen einen mit Lithium betriebenen Gabelstapler über Nacht in einem Einzelladeplatz auflädt, sollte sich dringend über Abstände Gedanken machen: Die Distanz zwischen Batterie und Ladegerät sollte einen Meter betragen, die Raumhöhe zwei Meter, der Abstand zu Steckdosen 0,5 Meter. Wand und Bodenmarkierungen, Feuerlöscheinrichtungen, Betriebsanweisungen, Brandabschottungen – nur mit strengen Auflagen und geschultem Personal  wie etwa einem Anlagenverantwortlichen für Batterieanlagen  können Unternehmen das Risiko minimieren und Leben und Güter schützen. 

 

Diese strengen Auflagen entspringen auch der österreichischen Gesetzgebung sowie Normen und Richtlinien. Beispielsweise der Richtlinie TRVB 124 F, die seit 1. März in Kraft getreten ist und unter anderem über die erforderliche Anzahl von Löschmitteln wie Feuerlöscher oder Wandhydranten Auskunft gibt. Die TRVB 123 S11 behandelt Brandmeldeanlagen, die TRVB 105 H kümmert sich um Feuerstätten mit festen Brennstoffen. Sie alle werden entweder überarbeitet, ergänzt oder neu definiert, um den vorbeugenden Brandschutz auch weiterhin sicher zu stellen.

 

Wie rettet man Menschenleben?

Wenn alle Stricke reißen, gibt es immer noch den zweiten Rettungsweg: Dieser kann in Form eines Sprungpolsters, eines Hubrettungsgerätes oder einer tragbaren Leiter aus dem Einsatzfahrzeug ebenfalls Leben retten. Doch auch hier gilt: Ohne Brandschutzbeauftragten, der im Vorfeld die Aufstellflächen für die Feuerwehr vorbereitet, kann die Feuerwehr ihre Möglichkeiten nicht vollends nützen.

Dann sind wiederum bauliche Maßnahmen gefragt, denn auch sie können Leben retten: Eine Notrutsche etwa oder ein in Bodennähe angebrachtes Leitsystem kann Menschen bei einer Verrauchung die Flucht ermöglichen. 

 

Wie verursacht man einen Brand?

Der Physiker Werner Gruber hält sich ebenfalls alle Fluchtwege offen. Vor allem, wenn er mit 3-Komponenten-Sprengstoff hantiert, eine brennende Zigarette in einen Benzinkanister versenkt oder Staubexplosionen auslöst – das alles vor einem staunenden Publikum, das nach einem informativen Tag der Brandursachenbekämpfung live miterlebte, was passiert, wenn Sauerstoff, Zündquelle und eine hohe Temperatur aufeinander treffen. Es war jedoch 

beruhigend zu wissen, dass zwar Normen oft nur für einzelne Bundesländer gelten, aber die Naturgesetze allumfassend sind. Wer ihnen vertraut, der kann auch am TÜV AUSTRIA Brandschutztag ohne ernsthafte Konsequenzen Stichflammen erzeugen.

 

 

 

  • TÜV AUSTRIA Kälte Klima Fachtage 2017: Weg mit den alten Kältemitteln! (März 2017) 

Emissionsbegrenzung, Rückgewinnung, Zerstörung: So sieht die Zukunft der fluorierten Treibhausgase (F-Gase) aus. Was dies für die Kälte- und Klimabranche bedeutet, erfuhren rund 100 Teilnehmer/innen an zwei Expertentagen der TÜV AUSTRIA Akademie. 

Die neue F-Gase-Verordnung über fluorierte Treibhausgase ist ein Beitrag, um die Emissionen des Industriesektors bis zum Jahr 2030 um 70 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Sie ist seit Jänner 2015 Gesetz und in allen Mitgliedsländern anzuwenden. Zukünftig ist der Umstieg auf neue Kältemittel vorgesehen, die ein geringes GWP (Global Warming Potential) von 150 aufweisen. Zum Vergleich: Das bislang sehr häufig vorkommende Kältemittel R404A weist ein GWP von 3.940 auf. Auf den Kälte Klima Fachtagen wurde der Umstieg von allen Seiten betrachtet – die Aufbruchsstimmung war spürbar.

 

Wen es betrifft

Die bereits stattfindende, schrittweise Reduktion der F-Gase betrifft viele Branchen: Die Automobil-Industrie, den Lebensmitteleinzelhandel, die Pharmazie, sogar Transportkühlung – alle, die Kälte- und Klimageräte gewerblich nutzen, sollten so bald wie möglich andere Kältemittel verwenden. Es wurde zwar ein Quotensystem geschaffen, um in der Umstellungsphase Herstellern und Importeuren noch einen gewissen Spielraum zu gewährleisten, aber die Expert/innen warnten auf den Kälte Klima Fachtagen davor, sich allzu sehr darauf zu verlassen – befürchtet wurde ein Preisanstieg der F-Gase und eine kurzfristige Verknappung am Markt. Auch illegale Einfuhren wären nicht ausgeschlossen.

 

Die Alternativen

Eine neue Kälteanlage mit dem Kältemittel R404A zu installieren, ist keinesfalls empfehlenswert. Alternativen sind beispielsweise natürliche Kältemittel wie Ammoniak, Propan, Propylen oder Isobutan, aber auch synthetische Kältemittel mit geringem GWP. Auch Wasser eignet sich hervorragend als Wärmeträger.

Alle zukünftigen Kältemittel sind jedoch mit Herausforderungen verbunden. Wasser zum Beispiel hat einen sehr geringen Gefrierpunkt - Mischungen mit Mitteln, die den Gefrierpunkt senken, sind unumgänglich, des Weiteren die Beisetzung von Inhibitoren um Korrosion, Volumenzunahme und Ähnliches zu verhindern.

 

Propan und Propylen sind brennbar, der Umgang damit muss geschult werden, um Unfälle aus Fahrlässigkeit zu vermeiden. Ammoniak könnte zudem auch der Seveso III Richtlinie unterliegen, wenn eine gewisse Mengenschwelle überschritten wird – ein Unternehmen, das dieser Richtlinie unterliegt, müsste Flächennutzungseinschränkungen in Kauf nehmen, aber auch Dokumentations- und Meldepflichten. 


Was nun, was tun?

Nicht nur das Kältemittel an sich ist in Zukunft entscheidend, um die Umweltauflagen zu erfüllen – die Füllmenge ist es ebenso wie die gesamte Kälteanlageneffizienz. Unternehmen sollten rechtzeitig einen genauen Fahrplan erstellen, um Anlagen effizienter zu gestalten und mittels Lastbilanzen die Kosten zu reduzieren. Obacht auch beim Aufstellungsort – hier könnten Ausnahmegenehmigungen einzuholen sein, wenn die Kälteanlage im Keller steht und mit einem brennbaren Kältemittel mit einer größeren Füllmenge befüllt ist.  

 

Apropos Berechnung: Einen Tag vor den Kälte Klima Fachtagen wurde die gesamte ÖNORM in vier Teilen in deutscher Sprache veröffentlicht. Besonders zu beachten sind die erweiterten Kältemitteltabellen und die unterschiedlichen Aufstellungsberechnungen.

 

Die guten Nachrichten

Umweltförderungen helfen dabei, etwaige Mehrkosten zu reduzieren. Jedenfalls dann, wenn die Voraussetzungen erfüllt und der Antrag richtig gestellt wird – und zwar vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Leistungen mit Ausnahme von Planungsleistungen. Gefördert werden die Klimatisierung von betrieblich genutzten Gebäuden und die Bereitstellung von Prozesskälte. Aber auch hier gilt: Das GWP der Kältemittel darf 150/1500 nicht überschreiten und die Energieeffizienz der Kälteanlage ist nachzuweisen. 

 

Wer den Wald vor Bäumen nicht mehr sieht, der hat die Chance, auf Kältecontracting umzusteigen und so die Energieplanung auszulagern. Fremdfirmen übernehmen dann Konzeption, Planung und Bau der Anlage, kümmern sich um Fördermittel, den ordentlichen Betrieb und die Instandhaltung. Vor allem die Immobilienbranche, aber auch Krankenhäuser und Industriebetriebe sind Hauptkunden des Kältecontractings. 

 

Experimente mit Bumms

Gesetze, Normen, Genehmigungen – zwei Tage lang wurden auf den Kälte Klima Fachtagen die Änderungen durch die neue F-Gase-Verordnung besprochen. Den fulminanten Schlusspunkt bildete ein Auftritt von Werner Gruber. Der Physiker der Nation kennt sich mit Genehmigungen aus: Für seine manchmal gefährlich wirkenden Experimente muss auch er mit den Behörden eng zusammenarbeiten. Dass diesen der Schweiß der Schweiß auf der Stirn steht, wurde deutlich, als Gruber Kälte und Hitze auf den Expertentagen gegeneinander antreten ließ. Er versenkte eine brennende Zigarette in einem Benzinkanister und schoss flüssigen Stickstoff mit einer Kanone durch die Gegend. Seine Genehmigungen bekommt er jedoch immer – er kann anhand der Naturgesetze lückenlos belegen, dass seine Experimente ungefährlich sind.

 

FAZIT: Yes, we can!

Die Expert/innen auf den Kälte Klima Fachtagen waren sich einig: Der Anfang ist gemacht. Die neue F-Gase-Verordnung wird bereits umgesetzt. Aber dennoch: Mit links sind die Umweltvorgaben sicher nicht zu erreichen. Unternehmen können sich nicht auf Lorbeeren ausruhen – bis 2030 ist es noch ein langer Weg! 

Wir bedanken uns bei den Teilnehmer/innen und den Referent/innen für zwei hochinteressante Tage, für spannendes Netzwerken und Diskussionen rund um’s Thema. Wir sehen uns im nächsten Jahr!

 

  • Seminaranbieterranking Industriemagazin: Dank unserer Kunden Nummer 1! (Februar 2017) 

In einer Studie des Industriemagazins wurden die größten Seminaranbieter in Österreich unter die Lupe genommen. Die TÜV AUSTRIA Akademie belegt erneut einen ersten Platz in der Kategorie 'Produktion & Fertigung'.

Ein gutes Image und persönliche Erfahrungen sind verantwortlich für die Top-Platzierung der TÜV AUSTRIA Akademie. Das Industriemagazin wählte rund 100 Seminaranbieter aus, die es aufgrund des Programmumfangs und der Bekanntheit ins Ranking schafften - die befragten Führungskräfte und Mitarbeiter/innen aus unterschiedlichen Branchen unterteilten die Seminaranbieter in Kategorien. Die TÜV AUSTRIA Akademie wurde dabei in der Kategorie 'Produktion & Fertigung' erneut auf Platz 1 gewählt.

Ein breiteres Gesamtbild
Gegenüber den Vorjahren gab es in der Studie eine methodische Änderung: Die Grundgesamtheit wurde vergrößert. Wurden bisher ausschließlich Führungskräfte befragt, so erging die Einladung zur Studienteilnahme diesmal generell an berufstätige Österreicher aus verschiedenen Branchen. Am Ergebnis änderte sich aber laut Industriemagazin nichts: 'Auch 2017 ist die TÜV AUSTRIA Akademie trotz veränderter Methodik unschlagbar!'

'Über dieses Ergebnis freuen wir uns gemeinsam mit allen unseren Referentinnen und Referenten, Partnern und Mitarbeitenden', sagt Geschäftsführer Christian Bayer, 'Vielen Dank an unsere Kunden -  um Ihr Vertrauen und Ihre Zufriedenheit werden wir uns immer neu bemühen!'

Das Engagement, mit welchem den Seminarteilnehmer/innen begegnet wird, setzt die TÜV AUSTRIA Akademie auch bei der Organisation von Expertentagen ein. Die beliebten Plattformen für Informations- und Erfahrungsaustausch bieten auch heuer wieder Möglichkeit zum Netzwerken.

Girls Day in der TÜV AUSTRIA-OMV Akademie Weinviertel (Dezember 2016)

 

Was haben Zahnbürste und Plastikspielzeug mit Erdöl zu tun? Wie kommt das „Schwarze Gold“ in den Boden und wie holt man es an die Oberfläche? Ist Erdöl gefährlich? Auf diese und viele weitere Fragen hatte Roland Sperk von der OMV die Antworten im Gepäck.TÜV AUSTRIA AKADEMIE

 

Er begab sich mit den Schülerinnen der Mittelschulen aus dem Bezirk Gänserndorf auf die Spuren der Erdölgewinnung im Weinviertel. Die Kinder arbeiteten interessiert mit. Bei der Führung durch die Lehrwerkstätten der TÜV AUSTRIA-OMV Akademie Weinviertel konnten die Mädchen Eindrücke über die diversen Tätigkeiten sammeln.

Dazu gehörten das Elektrolabor (Aufbau von diversen Schaltungen), die Industrielandschaft, sowie das Chemielabor in denen sie von Ausbildern und Lehrlingen in den verschiedenen Bereichen Informationen bekamen, und sich auch selbst am Flanschmodell in der Industrielandschaft betätigen konnten. Besprochen wurde auch die Lehrlingsausbildung der OMV, die eine interessante Perspektive der Berufswahl darstellt. Die Kinder zeigten großes Interesse am Workshop und konnten viele neue Erkenntnisse aus dem Vormittag mitnehmen.

 

Gemeinsam kämpfen und siegen - Ein Tag bei SK Rapid Wien (November 2016)

Hütteldorf ist nicht nur ein Wiener Bezirk, für viele ist Hütteldorf ein Lebenselixier und wöchentliche Pilgerstätte zugleich; in Hütteldorf steht das neue Stadion des Wiener Traditionsclubs SK Rapid. Wer die heiligen Hallen betritt, wird von Ehrfurcht gepackt: Grün-weißer Fußball überall und TÜV AUSTRIA mittendrin.

TÜV AUSTRIA AKADEMIE

Es ist Samstag und draußen ist es kalt. Das neue Rapid-Museum, genannt Rapideum, ist hingegen wohltemperiert und verströmt mit seiner dezenten Architektur einen edlen Charme, der zum Rest des Gebäudes passt – der Neuwagengeruch ist unverkennbar. Wir sind für eine exklusive Führung gekommen, die uns einmal quer durch das neue Stadion führen wird.

 

Steffen Hofmann Fußballgott

Die Führung durchs Rapideum ist detailreich und lässt den Rapid-Geist vor dem inneren Auge auferstehen: Titel, Fußballstars, die Bedeutung der Rapid-Viertelstunde: Nuanciert werden uns Siege und Niederlagen des Klubs dargelegt, Mannschafts-Trikots und Medaillen präsentiert und historische Meilensteine mit Anekdoten versetzt. 

 

Steffen Hofmann beispielsweise: Er hat sich die Namen seiner Töchter samt Geburtsjahr auf seine Fußballschuhe gravieren lassen. 2005 und 2008 steht da zu lesen, in beiden Jahren gewann Rapid den Meistertitel. Die Hoffnung der Fans war, dass sich die Serie beim dritten Kind fortsetzt, aber als sein Sohn geboren wurde, hielt dieser anscheinend nichts von Traditionen.

 

Grün-weiß meets Rot

Die Führung endet nicht im Rapideum. Wir ziehen weiter durch das Allianz-Stadion, das im Juli 2016 eröffnet wurde und werfen einen Blick hinter die Kulissen: Hier werden die Pressekonferenzen abgehalten, dort entspannen sich die Spieler vor dem großen Auftritt, da residieren die Ehrengäste in grünen Ledersitzen oder beobachten das Spiel von der Rapid-Loge aus. Der Klub hat aber auch in Sachen Familie aufgerüstet: TÜV AUSTRIA übernahm die Patronanz für den Kids Corner, der die Kleinsten betreut, während die Großen auf der Tribüne beim Spiel mitfiebern. Für die Spielsaisonen bis 2019 haben TÜV AUSTRIA und SK Rapid eine Kooperation begründet – nicht nur die Spielstätten für die Kleinen entsprechen dem Stand der Technik, auch die Aufzüge im Allianz-Stadion sind TÜV-geprüft.

 

Der Blick zum Tellerrand

Wir gehen hinaus, werden aber gewarnt: Wer einen Fuß über die Linie auf das Feld setzt, fliegt raus. Der heilige Rasen ist bereits für das Spiel am nächsten Tag vorbereitet, die zahlreichen Fußballtouristen müssen Abstand halten und platzieren sich strategisch auf die Trainersitze am Spielfeldrand. Dennoch: Rapid verlor gegen Sturm Graz, der sehnsüchtig erwartete Titel rückt damit erneut in weite Ferne. Im Rapideum bleibt weiterhin ein kreisrundes Loch für den Meisterteller. Dieses zu füllen, ist seit 2008 der unerfüllte Auftrag. An der Wand bei den Spielerkabinen wird aber folgendermaßen beruhigt: ‚Heute Kämpfer, morgen Gewinner. Schmerz vergeht, Stolz bleibt für immer!‘

 

  • Masterstudium Safety and Systems Engineering: „Ich bin unter den Ersten!“Wie läuft es beim Masterstudium? Die Studenten plauderten mit uns. (November 2014)Masterlehrgang Safety and Systems Engineering

Seit 2010 kooperieren die die TÜV AUSTRIA Akademie und die FH Campus Wien erfolgreich in der praxisorientierten Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der funktionalen Sicherheit und System-Sicherheit. Anfang September startete das berufsbegleitende Masterstudium Safety & Systems Engineering mit Schwung ins neue Semester – wir haben fünf Studenten zum Interview gebeten und über ihre Vorstellungen und Beweggründe zum Masterstudium befragt.

Rede und Antwort standen Stefan Riegler, Christian Eichner (Branchenverantwortlicher/Projektleiter/Sales bei Pilz GmbH Sichere Automation), Ljubisa Jeremic (Qualitätstechniker bei Dr. techn. Josef Zelisko), Werner Strnad und Wolfgang Sukup (Software Entwicklung bei TELE Haase Steuergeräte Ges.m.b.H.).

Warum haben Sie sich für dieses Masterstudium entschieden – was waren die Beweggründe?

Eichner: „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Als ich den Titel des Lehrganges gelesen habe, war mir klar:  Ich will mehr erfahren! Nachdem ich die Abendveranstaltung in der TÜV AUSTRIA Akademie besucht habe, ist mir die Entscheidung sehr leicht gefallen.“

Wie sehen Sie die Berufschancen, nachdem Sie das Masterstudium abgeschlossen haben?

Jeremic: „Die Berufschancen sind sicher sehr hoch, da der Bedarf an qualifiziertem Personal im Bereich Safety stetig zunimmt und durch zukünftige EU-Verordnungen (wie die Common Safety Method in der Bahnindustrie) noch weiter steigen wird.“

Was macht das Masterstudium besonders?

Riegler: „Das Masterstudium ist einzigartig, insbesondere in punkto Breite der Themen und fachliches Niveau. Es gibt meines Wissens im deutschsprachigen Raum keine vergleichbare Ausbildung. Dass die Vortragenden durchwegs praxiserprobte Profis mit langjähriger Erfahrung in der Industrie sind, ist ein weiterer großer Pluspunkt.“

Strnad: „Die Pioniersarbeit: Erstmals findet ein Studium in Mitteleuropa zu diesem Thema statt und ich bin unter den Ersten, die daran teilnehmen können.“

Was können Sie jetzt schon aus dem Masterstudium für Ihren Beruf mitnehmen?


Sukup: „Safety setzt eine sehr genaue und detaillierte Vorgehensweise in der Umsetzung von Projekten voraus. Die Lehrinhalte zum Requirements Engineerging liefern jetzt schon wertvolle Inputs, die im beruflichen Alltag angewendet werden können.“

Worauf freuen Sie sich schon in der Ausbildung?

Riegler: „Besonders interessieren mich die Querbeziehungen zum Qualitätsmanagement und zum Prozessmanagement.“

Strnad: „Ich freue mich schon auf die Vorlesungen über fehlertolerante Systeme.“

Was bedeutet Sicherheit für Sie persönlich?

Eichner: „Sicherheit beginnt bei mir schon im privaten Umfeld. Wenn ich einen Winkelschleifer in die Hand nehme, dann ist es für mich selbstverständlich, dass ich eine Schutzbrille trage. Und auch beim Rasenmähen trage ich Sicherheitsschuhe. Der Leitsatz „The spirit of safety“ des Unternehmens PILZ hat für mich eine große Bedeutung, beruflich und auch privat.“

Vielen Dank für das Gespräch.

 

 

TÜV Expertentage
Biersymposium 2018
Obertrum am See, 07.06.2018
TÜV AUSTRIA Aufzugstag
Wien, 26.04.2018
Akademie Tipps
Ausbildung zum/r Betrieblichen Ersthelfer/in
Brunn am Gebirge, 12.03.2018
Die ISO 9001:2015
Brunn am Gebirge, 17.01.2018
Ausbildung zur Sicher- heitsvertrauensperson
Brunn am Gebirge, 24.01.2018
Aktuelles
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